Billerbeck
Eigentümer ist enttäuscht

BillErbeck. Die Nachricht, dass der Rat der Ansiedlung eines Tier- und Gartenfachmarkts an der Darfelder Straße auf dem ehemaligen Gelände von Reifen Darley zugestimmt hat, hat bei manchen Billerbeckern gleich zwei Fragen ausgelöst: War es nicht eigentlich geplant, auf dem Gelände des Sägewerks Ecke Sandweg/Holthauser Straße einen solchen Markt anzusiedeln? Und könnte man nicht auf die von vielen als lästig empfundene Ampel an der dortigen Kreuzung verzichten, wenn dort jetzt zunächst mal kein Bauvorhaben realisiert wird?

Dienstag, 05.11.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 11:02 Uhr
Billerbeck: Eigentümer ist enttäuscht
An der Ecke Holthauser Straße/Sandweg sollte ein Tier- und Gartenfachmarkt entstehen. Jetzt kommt stattdessen einer an die Darfelder Straße. Was auf dem Areal passiert, ist offen. Trotzdem bleibt die Ampel an der Kreuzung stehen. Foto: Ulrike Deusch

Zur Ampel: Der Landesbetrieb ist gefragt, denn bei der Holthauser- und Münsterstraße handelt es sich um die Landstraße 581. Ja, räumt ein Sprecher ein, die Lichtzeichenanlage sei zwar auch im Hinblick auf eine geplante städtische Entwicklung – sprich Tier- und Gartenfachmarkt – an dieser Stelle errichtet worden – aber nicht nur. Auch abgesehen davon sei die Kreuzung nicht ungefährlich und vor allem für Verkehrsteilnehmer, die vom Sandweg kommen, unübersichtlich. Auch wenn die städtebauliche Entwicklung auf dem Sägewerk-Areal nicht abgeschlossen sei, gebe es keinen Grund, die Ampel abzubauen. Schließlich könne dort jederzeit etwas entstehen.

Kann man die Ampel nicht wenigstens nachts ausstellen? „Auch nachts sind Autos oder andere Verkehrsteilnehmer unterwegs“, so der Sprecher des Landesbetriebs. Außerdem sei die Technik so ausgerichtet, dass die Ampeln 24 Stunden durchlaufen.

Was mit dem Eckgrundstück am Sandweg/Holthauser Straße passieren wird ist offen. Eigentümer Leo Averbeck, der mit der Stadt bereits einen städtebaulichen Vertrag geschlossen hatte, ist sauer, dass ihm jemand zuvor gekommen ist und ein Markt, wie er ihn gern realisiert hätte, nun an anderer Stelle entsteht, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Zugleich berichtet er aber, dass er bislang mit keinem der Anbieter aus der Branche zum Abschluss gekommen sei. Eine konkrete Alternative habe er noch nicht. Für aussichtsreich hält er Verhandlungen, die er mit dem Discounter Netto führe.

Da tritt allerdings Stadtplanerin Michaela Besecke ganz schnell auf die Bremse, denn Netto führt innenstadtrelevante Sortimente. Eine Ausnahme wäre möglich, wenn der Markt als Nahversorger betrachtet werden könnte – das aber sind schon K+K und Lidl. Einzelhandel mit nicht zentrumsrelevanten Sortimenten lasse das heutige Planungsrecht an dieser Stelle aber zu, ebenso Dienstleistung, auch Bürogebäude wären denkbar. Für eine städtebaulich sinnvolle und attraktive Idee könne auch der Bebauungsplan geändert werden, so Besecke.

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