Ausstellung „Vom Weggehen und Ankommen“ im Bahnhof
Lebensgeschichten hautnah erleben

Billerbeck. In Nottuln ging sie vor Weihnachten zu Ende, in der Domstadt beginnt sie am Sonntag (12. Januar, 11.30 Uhr): die Ausstellung „Vom Weggehen und Ankommen“, die der Kreisheimatverein Coesfeld zusammen mit Ulla Wolanewitz konzipierte. Diese multimediale Exposition basiert auf drei Komponenten: Auf zehn gestalteten Schautafeln sind Auszüge verschiedener Lebensgeschichten zu lesen. Auf zwei weiteren Tafeln dürfen die Besucher sich selber einbringen, in dem sie Fragen zu Heimat und Sprache individuell beantworten können. Für einen Kurzfilm von etwa zehn Minuten gewannen die Organisatoren die preisgekrönte Filmemacherin Susanna Wüstneck.

Dienstag, 07.01.2020, 07:04 Uhr
Ausstellung „Vom Weggehen und Ankommen“ im Bahnhof: Lebensgeschichten hautnah erleben
Vier engagierte Institutionen – ein Ziel: Die Ausstellung „Vom Weggehen und Ankommen“ wird unterstützt von der Flüchtlingsinitiative „Hiergeblieben“ – hier vertreten durch Heike Seidel-Hölscher (l.) und Maria Schlieker (M.) sowie vom IBP – hier vertreten durch Geschäftsführerin Anne Schmäing (2.v.l.) – der Bürgerstiftung – hier vertreten durch Günther Idelmann (2.v.r.) – und der Stadt Billerbeck – hier vertreten durch Stadtarchivar Dieter Nagorsnik. Foto: az

Für die Dokumentation zur Ausstellung befragte das Filmteam einmal mehr fünf Geflüchtete und die Tochter einer Gastarbeiterfamilie aus der Türkei zu den Themen Heimatverlust, Ankommen und Integration. Damit die Ausstellung auch eine entsprechende Anziehungskraft auf Schüler und Jugendliche ausübt, wurde eigens dafür ein Biparcours angelegt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Dieses moderne Lernwerkzeug ist ein Angebot vom Bildungspartner NRW und ist vergleichbar mit einer Quiz-App, die eine interaktive Schnitzeljagd für Smartphone oder Tablet ermöglicht. Zu beantworten gibt es dabei 20 Fragen, die sich auf die Ausstellung beziehen. Dieses Projekt vom Kreisheimatverein Coesfeld wäre nicht denkbar ohne die Kooperationspartner, die es finanziell unterstützen. Dazu gehören das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld, die Städte Billerbeck und Coesfeld sowie die Gemeinden Nottuln und Rosendahl, die Bürgerstiftungen Billerbeck, Dülmen, Coesfeld, Nottuln und Rosendahl sowie der Verein für Interkulturellen´ Begegnungsprojekte (IBP) und die Flüchtlingsinitiative „Hiergeblieben“.

Die musikalische Gestaltung der Eröffnungsfeier übernimmt Susanna Wüstneck, die gemeinsam mit ihrem Partner Günter Leifeld-Strikkeling einige außergewöhnliche Stücke aus der Weltmusik präsentieren wird. Nach den Begrüßungsworten von Bürgermeisterin Marion Dirks und IBP-Geschäftsführerin Anne Schmäing, gibt es aus den Reihen von „Hiergeblieben“ einen kurzen Vortrag zum Thema.

„Allein in den letzten Schultagen hatten wir in Nottuln 120 Schüler vom Rupert-Neudeck-Gymnasium zu Gast“, erklärt Ulla Wolanewitz, die auch die entsprechenden Führungen dazu gestaltete. Trotz des schulisch verordneten „Pflichtbesuchs“ habe es anschließend über die Lehrerinnen viele positiven Rückmeldungen gegeben.

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