Manuel Trabold landet beim Jugendwettbewerb des Köcheclubs Münsterland auf Platz zwei
Von Forelle bis Pflaume gut gelungen

Billerbeck. Manuel Trabold hat allen Grund stolz zu sein. „Der einzige Feind ist die Zeit“, hatte er im Dezember im Gespräch mit unserer Zeitung bei der Vorbereitung auf den Jugendwettbewerb „Hupfer Münsterlandgabel“ des Köcheclubs Münsterland gesagt. Er hat den Feind besiegt und in den vorgegebenen sechs Stunden ein so gelungenes Menü auf den Tisch gezaubert, dass er damit den zweiten Platz belegte. „Das freut uns sehr“, sagt sein Ausbilder Frank Groll, Chef der Domschenke und erfolgsverwöhnt. Traditionell nehmen seine Koch-Azubis an dem hochkarätigen Kräftemessen in der Küche teil und ebenso traditionsgemäß landen sie auf vorderen Rängen. „Letztes Jahr waren es der zweite und der dritte Platz“, berichtet Groll.

Freitag, 14.02.2020, 09:20 Uhr
Manuel Trabold landet beim Jugendwettbewerb des Köcheclubs Münsterland auf Platz zwei: Von Forelle bis Pflaume gut gelungen
Manuel Trabold (r.), Koch-Azubi in der Domschenke Groll, hat beim Jugendwettbewerb „Hupfer Münsterlandgabel“ den zweiten Platz gemacht. Darüber freut sich mit ihm auch sein Ausbilder und Chef der Domschenke Frank Groll. Foto: Ulrike Deusch

Ganz frei durfte Manuel Trabold sein Menü für elf Personen nicht gestalten, vielmehr gab es bei einem Vorabtermin einen Warenkorb, der den acht Finalisten (von 24 Bewerbern aus dem ganzen Münsterland) als Grundlage diente. 60 Minuten hatten sie Zeit, um mit den vorgegebenen Komponenten eine individuelle Interpretation zu kreieren. Lachsforellentartar stand im Zentrum der Vorspeise, nach einer Suppe aus der Petersilienwurzel mit vegetarischer Einlage hat Manuel Trabold im Hauptgang die vorgegebene Flanke mit Roter und Gelber Beete kombiniert und das Menü mit einem Dessert aus weißer Schokolade und Pflaumenragout gekrönt.

Was war – abgesehen von der Zeit – die größte Herausforderung? „Die Flanke ist ein schwieriges Stück Fleisch“, sagt Manuel Trabold, der schon seit Kindertagen danach strebt, seinen Traumberuf Koch zu verwirklichen. „Viel kommt auf die Qualität des Fleisches an, das kann in der Verarbeitung schnell zäh werden“, kennt er die Tücken. Deshalb hat er sich nicht für ein Steak, sondern für einen Schmorbraten entschieden – lecker gefüllt. Drei Mal hat der 22-jährige Billerbecker vor dem entscheidenden Finale das komplette Menü im Probelauf auf den Tisch gebracht – und zum Beispiel Freunde als Testesser eingeladen. Ganz eng hat ihn sein Ausbilder begleitet und mit ihm zusammen immer wieder an den Details gefeilt. „Bei der Bewertung hat der Geschmack Priorität, aber Optik und Konsistenz spielen auch eine wichtige Rolle“, weiß Frank Groll. Die Köche, Lehrer und Vertreter des Köcheclubs schauen als Prüfer aber auch auf Arbeitstechnik, Ablaufplanung und Sauberkeit.

Apropos Prüfer: Manuel Trabold sieht den Wettbewerb auch als optimale Vorbereitung für die Prüfung, die im Sommer seine Ausbildung beenden wird. „Perfektionismus ist dabei essentiell“, sagt er. Und: „Ich spüre, dass ich da eine Entwicklung gemacht habe.“

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