Webserie „Haus Kummerveldt“ feiert am 20. Juni Münsterland-Premiere
Staffelfinale auf Haus Runde gedreht

Billerbeck. Irgendetwas macht das Anwesen mit ihm. „Was es ist, kann ich gar nicht mal so genau sagen. Ich finde die Umgebung hier einfach toll“, sagt Mark Lorei. Der Regisseur ist gestern an einen seiner Drehorte zurückgekehrt. Zusammen mit Produzentin Lotte Ruf. Haus Runde haben die beiden noch einmal einen Besuch abgestattet. Vergangenen Sommer haben sie dort ihre Serie „Haus Kummerveldt“ gedreht. Vier Tage lang wurde das Areal zum Set der Historienserie. „Hier gibt es eine super Infrastruktur. Nicht nur für Hochzeiten, auch für Filmproduktionen“, findet Mark Lorei. Gedreht wurde auf den Ländereien, die den Gräftenhof umgeben und auf der stattlichen Allee. „Die wichtigsten Szenen haben wir hier gedreht“, erzählt Lotte Ruf. „Das große Finale unserer Pilotstaffel“, so Mark Lorei.

Samstag, 07.03.2020, 10:22 Uhr
Webserie „Haus Kummerveldt“ feiert am 20. Juni Münsterland-Premiere: Staffelfinale auf Haus Runde gedreht
Haben gestern mit anderen Filmschaffenden ihren Drehort Haus Runde besucht: Produzentin Lotte Ruf und Regisseur Mark Lorei. Foto: Stephanie Sieme

„Haus Kummerveldt“ ist eine fiktionale Historienserie, die von Ausbruch und weiblicher Emanzipation handelt und Ende des 19. Jahrhunderts spielt. Im Zentrum des Geschehens: die junge Luise von Kummerveldt, die als Schriftstellerin weltberühmt werden will. Es ist Komödie und Drama zugleich. Gedreht wurde nicht nur auf Haus Runde, sondern auf verschiedenen Adelssitzen im Münsterland. Darunter Haus Welbergen in der Nähe von Ochtrup, Haus Rüschhaus in Münster, Burg Vischering in Lüdinghausen sowie auf Burg Hülshoff in Havixbeck, dem Geburtshaus einer ebenso leidenschaftlicheren Schriftstellerin: Annette von Droste-Hülshoff. Als weiterer Drehort stand auch das TextilWerk in Bocholt zur Verfügung. Fünf Schlösser, 27 Drehtage, 64 Drehbuchseiten, 18 Darsteller, 90 Crew-Mitglieder aus elf Städten, sechs Locations, acht Küken, zwei Pferde, ein Schwein, 69 Szenen, fünf Sprinter, drei Kinder, 47 Kostüme, 33 Drehorte, eine Kutsche und 386 Requisiten wurden für eine Geschichte benötigt. Die Crew ist jung, zwischen 18 und 34. „Ich bin mit meinen 34 der Opi“, sagt Mark Lorei und lacht. Acht Episoden, mit einer Länge von jeweils zehn Minuten, sind gedreht worden. Die Pilotstaffel feiert am 20. Juni auf Burg Vischering große Münsterland-Premiere. Das Format ist auf Fortsetzungsstaffeln angelegt. „Wir hoffen, dass es weiter geht“, so der Regisseur. Derzeit sind sie mit der Serie, die fürs Web, also für Internet, angelegt ist, auf Festival-Tour. Lotte Ruf: „Das Feedback ist sehr gut. Das Publikum lacht, wenn es lachen soll.“ Wann die Serie im Netz erscheint, steht noch nicht fest. Gespräche dazu werden geführt, wie Lotte Ruf berichtet.

Es war die zweite größere Filmproduktion auf Haus Runde. „Es ist schön und spannend eine Filmproduktion auf unserem Hof zu haben und die eigenen vier Wände oder Außenwände dann im fertigen Produkt zu sehen“, sagt Hausherrin Inge von Olfers, die gestern zusammen mit ihrem Mann 25 Filmschaffende aus NRW, Hamburg und Berlin auf ihrem Anwesen empfangen hat. Location-Scouts, Autoren und Produzenten haben auf Einladung des Filmservice Münster.Land Burgen und Schlösser im Münsterland besucht und sich auf den Spuren Luises von Kummerveldt begeben. „Um die Region bekannt zu machen“, informiert Nicola Ebel vom Filmservice, den es seit 20 Jahren gibt und sich nun auf Locations für Drehs konzentriert. „Wir haben ein eigenes Location-Archiv, das einsehbar ist“, so Nicola Ebel. Neben den Drehorten wurde auch noch die Kolvenburg besichtigt. www.filmservice-muenster-land.de

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