Gäste sollen in den Sommerferien freie Parkfläche nutzen können
Urlaubs-Hotspot für Wohnmobilisten

Coesfeld. Coesfeld soll in diesen Sommerferien ein Urlaubs-Hotspot für Wohnmobilisten werden. Sie sollen ausnahmsweise nicht nur auf dem eingerichteten Stellplatz an der Osterwicker Straße, sondern auch auf den angrenzenden Parkflächen Quartier beziehen dürfen. Eine entsprechende Beschilderung soll die Verwaltung vornehmen und zugleich prüfen, ob mit wenig Aufwand während der Ferienzeit zusätzlich eine Parkfläche am Haugen Kamp für so genannte autarke Reisemobile bereitgestellt werden kann, die über eine eigene Strom- und Wasserversorgung und Entsorgungsmöglichkeiten verfügen.

Montag, 18.05.2020, 06:03 Uhr
Gäste sollen in den Sommerferien freie Parkfläche nutzen können: Urlaubs-Hotspot für Wohnmobilisten
Dieses Archivbild zeigt genau den Zustand, der in diesen Sommerferien offiziell werden soll. Wenn der Stellplatz an der Osterwicker Straße belegt ist – und das könnte schnell passieren, weil die Wohnmobile mehr Abstand halten müssen – sollen auf dem angrenzenden Parkplatz Fahrzeuge stehen können. Foto: Archis

Den Vorschlag zum Haugen Kamp hatte Dieter Goerke (Aktiv für Coesfeld) gemacht, als der zuständige Fachausschuss über die Erweiterung der Stellflächen für Reisemobile diskutierte. Pro Coesfeld hatte die Idee als Antrag eingebracht (wir berichteten) und war auf breite Zustimmung in Politik und Verwaltung gestoßen – wenngleich die endgültige Entscheidung erst Ende Mai im Hauptausschuss fällt.

In Corona-Zeiten sei das Reisemobil die ideale Möglichkeit, um gefahrlos Urlaub zu machen, hatte Pro Coesfeld argumentiert. Die Kreisstadt gelte ohnehin in der Szene als attraktives Ziel, nun sei für den Sommer mit einer weiter steigenden Nachfrage zu rechnen.

Dass die Verwaltung außerdem prüfen solle, ob die großen Supermärkte in der Stadt bereit seien, von ihren Parkflächen einen Teil für Wohnmobilisten zur Verfügung zu stellen, stieß indes bei den anderen Fraktionen nicht auf Zustimmung. Viel zu aufwändig, fand nicht nur Gerrit Tranel (CDU). „Wenn es ohne großen Verwaltungsaufwand ganz pragmatische Lösungen für diesen Sommer gibt, stimmen wir dem Antrag zu“, stellte er klar. Ins gleiche Horn stießen Erich Prinz (Grüne) und Thomas Stallmeyer (SPD). „Wenn sich am vorhandenen Platz ein paar mehr Wohnmobile hinstellen, können wir das dulden“, so Stallmeyer.

Auch die Verwaltung fand Gefallen am Vorschlag von Pro Coesfeld. Erster Beigeordneter Thomas Backes: „Es finden in diesem Sommer keine Sportfeste oder anderen Veranstaltungen im Sportzentrum oder im Konzert Theater statt. Da können wir den freien Platz ganz unkompliziert nutzen“. Zum Ferienbeginn sollen entsprechende Schilder aufgestellt werden.

Auch eine Prüfung der Situation am Haugen Kamp sagte Backes zu, stellte aber zugleich klar: „Dort gibt es Nachbarn, die nicht beeinträchtigt werden dürfen.“ An der Osterwicker Straße sorge eine entsprechende Wand für Lärmschutz.

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