Nach dem Großbrand beginnt in zwei Räumen wieder der Unterricht
Kinder kehren in die Grundschule zurück

Darup. „Tine und Charlotte, kommt jetzt bitte mit mir zum Händewaschen und dann zeige ich euch euren Klassenraum.“ Die Mädchen schnappen ihren Schulrucksack und folgen ihrer Lehrerin Anja Radschuweit ins Gebäude. Jedoch nicht durch den gewohnten Eingang, denn der ist gesperrt. Dahinter liegt nur Schutt und das Dach ist eingerissen. Der große Brand hat deutliche Spuren in der Sebastian-Grundschule hinterlassen. Doch kehrte am Mittwoch so etwas wie Schulalltag ein, denn es ist gelungen zwei Klassenräume, ein kleines Büro für die Schulleiterin und einen Kopierraum herzurichten, so dass wieder Unterricht stattfinden kann.

Donnerstag, 04.06.2020, 06:02 Uhr
Nach dem Großbrand beginnt in zwei Räumen wieder der Unterricht: Kinder kehren in die Grundschule zurück
Bürgermeisterin Manuela Mahnke (3.v.l.) und Schulleiterin Ursula Wippich (l.) begrüßen die Kinder zum ersten Schultag nach dem großen Brand. Sie sind froh, wieder in ein paar Räume des Gebäudes zurück kehren zu können. Fotos: ib Foto: az

Bürgermeisterin Manuela Mahnke kam, um die Kinder zum ersten Schultag nach dem Brand zu begrüßen. Sie war sichtlich stolz, „dass wir das alles in so kurzer Zeit stemmen konnten.“ Das sei nur möglich gewesen, weil alle an einem Strang gezogen hätten. „Die Feuerwehren der Orte, die Schulleitung, Handwerker, Eltern, Verwaltung und nicht zuletzt Georg Steinhoff, der als Vertreter der Versicherung sofort alles geregelt hat. Alle haben mitgeholfen.“ Es sei ein echter Kraftakt gewesen.

Auf viel Zuspruch und Hilfe konnte auch Schulleiterin Ursula Wippich zählen. „Ich danke allen, die uns Rückhalt gegeben haben,“ freute sie sich. „Vor allem die tollen Eltern. Direkt nach dem Brand bekam ich Anrufe mit Hilfsangeboten.“ Das mache Mut und stimme sie sehr positiv, bekräftigt die engagierte Schulleiterin. Auch ist sie erleichtert, mit den Kindern in der Schule bleiben zu können und nicht umziehen zu müssen. „Wir haben hier ein sehr gutes Corona-Konzept entwickelt,“ erklärt sie. Die Kinder haben feste Wochentage, an denen sie zur Schule gehen. „Das gibt auch den Eltern Planungssicherheit für die Arbeit,“ bekräftigt Wippich. Jede Klasse ist in zwei Gruppen aufgeteilt und diese Gruppen machen auch noch unterschiedlich Pause, so dass maximal sieben Kinder auf dem Schulhof sind. Sowohl die Notbetreuung als auch die Übermittagbetreuung können stattfinden. Händewaschen ist für alle selbstverständlich. „Natürlich brauchen wir mehr Zeit für die Hygienemaßnahmen,“ zuckt Wippich mit den Schultern.

Ihr Corona-Konzept funktioniert. Nun muss aber noch der Neuaufbau der Grundschule gestemmt werden. „Hier wird jetzt viel passieren,“ ahnt sie, dass die nächsten Monate eine Herausforderung werden. Dennoch ist sie guten Mutes: „Wie ich den Eltern schrieb: Wir halten alle zusammen, dann schaffen wir das auch.“

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