Weitere Mensa der Offenen Ganztagsschule am Ludgerischulgebäude geschaffen
Mehr Platz durch zweiten Standort

Billerbeck. Viel Arbeit liegt hinter ihnen. „Es liegt aber auch noch viel vor uns“, sagt Thomas Höing. Tische und Stühle stehen bereits. Verschiedene Materialien zum Basteln sind eingeräumt. Türen fehlen noch, die Küche und auch ein Tresen sowie Bilder für die Wände. „Es wird erst ein improvisierter Start, damit wir den Alltag bewältigen können“ , so der Leiter der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS). „Wir sind nicht mit allem fertig, aber startklar.“

Montag, 10.08.2020, 07:00 Uhr
Weitere Mensa der Offenen Ganztagsschule am Ludgerischulgebäude geschaffen: Mehr Platz durch zweiten Standort
Präsentieren die Mensa-Räumlichkeiten im Ludgerischulgebäude: (v.l.) Hubertus Messing (Stadt Billerbeck), Anne Bölte (stellv. Leiterin der Ludgerischule), Linda Averesch (stellv. OGS-Leiterin), Beate Balzer (Leiterin der Ludgerischule), Thomas Höing (OGS-Leiter) und Jürgen Erfmann (Stadt Billerbeck). Foto: Stephanie Sieme

Eine zweite Mensa ist für die OGS geschaffen worden – im Erdgeschoss des Ludgerischulgebäudes. Drei Räume – zwei Klassenzimmer und das ehemalige Lehrerzimmer – sind dafür während der Sommerferien umgestaltet und Durchbrüche vorgenommen worden. Eines der beiden Klassenzimmer dient als Multifunktionsraum. Kinder können dort nach dem Unterricht von der OGS betreut werden, aber auch Kunstunterricht der Ludgerischule findet dort weiterhin statt. „Wir brauchen die Räume auch“, betont Beate Balzer, Leiterin der Ludgerischule. Im zweiten Raum stehen Tische und Stühle, an denen die Kinder ihr Mittagessen zu sich nehmen können. Aus dem ehemaligen Lehrerzimmer ist die Küche geworden, aber auch eine Ecke für Besprechungen und Klärung organisatorischer Dinge wird dort eingerichtet.

Der Grund für die Schaffung der zweiten Mensa: Der Küchenbereich in den bisherigen Räumlichkeiten am Johannisschulgebäude reicht für die angemeldeten Kinder nicht mehr aus. „Die Zahl ist in den vergangenen Jahren gestiegen – vor allem in der Übermittagsbetreuung“, berichtet Höing. Nur durch eine gute Struktur und eine Verschiebung von Essenszeiten habe bislang alles funktioniert.

2005 ist die OGS in Trägerschaft des Vereins „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe“ (KJFH) für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf an den Start gegangen. Eltern können ihre Kinder anmelden und haben nach dem Unterricht eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder einschließlich Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und AG-Angeboten. Angemeldet werden können die Kinder für die OGS. Das heißt: Die Kinder kommen nach dem Unterricht und bleiben wahlweise bis 15 oder 16.30 Uhr. Angemeldet werden können sie auch nur für die Übermittagsbetreuung (ÜMI). Das heißt: Die Kinder können nach Unterrichtsende bis 13.15 Uhr bleiben. Zum Start der OGS in 2005 wurden 44 Kinder angemeldet – elf davon für die ÜMI. 2010 waren es schon 122 – davon 34 für die ÜMI. Inzwischen sind für das in dieser Woche beginnende neue Schuljahr 180 Kinder angemeldet worden – davon 78 für die ÜMI. Mit dem zusätzlichen Standort sei die OGS zukunftsorientiert aufgestellt, so Höing. Denn der Leiter geht davon aus, dass auch in den nächsten Jahren der Bedarf weiter steige.

Weil an jedem der beiden Grundschulstandorte acht Klassen untergebracht seien und die Raumsituation in beiden Gebäuden gerecht aufgeteilt werden sollte, habe man sich für den zweiten OGS-Standort am Ludgerischulgebäude entschieden, wie Anne Bölte (stellv. Leiterin der Ludgeri-Grundschule) berichtet. Die Kosten für die Errichtung der zweiten Mensa belaufen sich auf rund 25 000 Euro, die die Stadt trägt. Auch die KJFH hat finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

7 Für die Eltern der OGS-Kinder, die am Ludgerischulgebäude unterrichtet werden, wird am kommenden Dienstag um 16 Uhr eine Führung durch die neu geschaffenen Räumlichkeiten angeboten

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