Brückenbauwerk fertiggestellt und mit Erschließung gestartet
Zubringer für Buschenkamp fertig

Billerbeck. Die neue Brücke an der Annettestraße ist zwar fertig und abgenommen, aber für den Verkehr freigegeben wird sie noch nicht. Nur Radfahrer können sie queren, um den nahegelegenen Radwanderweg zu nutzen. Denn ein paar Meter weiter sind für die Erschließung des neuen Baugebietes „Buschenkamp“ große Bagger und Maschinen im Einsatz. Der Grund, warum die Brücke für den Verkehr noch nicht freigegeben wird. Später als geplant ist das Bauwerk über die Berkel fertig geworden. Vor allem die anhaltenden und starken Regenfälle Anfang des Jahres und im Anschluss die Corona-Krise hätten den Zeitplan durcheinander geworfen, wie Holger Dettmann vom städtischen Fachbereich Planen und Bauen mitteilt.

Dienstag, 22.09.2020, 06:03 Uhr
Brückenbauwerk fertiggestellt und mit Erschließung gestartet: Zubringer für Buschenkamp fertig
Die neue Brücke an der Annettestraße ist zwar fertig und abgenommen, aber für den Verkehr freigegeben wird sie noch nicht. Ein paar Meter weiter finden nämlich die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet „Buschenkamp“ statt. Pflanzungen im Bereich der neuen Brücke sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Fotos: Stephanie Sieme Foto: az

Die neue Brücke, die im Vergleich zur kleinen, hölzernen Vorgängerin, ein Stück versetzt errichtet wurde, war Voraussetzung dafür, dass die Erschließung des neuen Baugebietes „Buschenkamp“ von der Osterwicker Straße über die Annettestraße beginnen kann. Dies ist der wichtige Zubringer zum späteren Wohngebiet. Geplant ist, dass Herbst nächsten Jahres die Häuslebauer laut Stadtverwaltung starten können. „Wir sind mit der Erschließung im Zeitplan“, so Dettmann. Auf 50 Grundstücken entstehen die klassischen Einfamilien- und Doppelhäuser. Drei weitere, größere Grundstücke sind für Reihenhäuser gedacht. Außerdem wird in diesem Baugebiet noch eine neue Kindertageseinrichtung errichtet, in die die „Berkelbande“ einziehen wird, die derzeit übergangsweise im Souterrain der Geschwister-Eichenwald-Schule untergebracht ist. Zudem ist ein Spielplatz geplant. Eine Erweiterung des Baugebietes wird es auch noch geben. Wann genau, das stehe noch nicht fest. „Wir sind gerade dabei, das Bebauungsplanverfahren anzuschieben“, sagt Jutta Kentrup (Stadt Billerbeck).

Neben der neuen Brücke sind auch die Arbeiten an der Osterwicker Straße, die von beiden Seiten eine Abbiegespur ins Neubaugebiet erhalten hat, längst abgeschlossen. Und die neue Gestaltung dieses Straßenabschnitts, bei dem Radfahrer auf die Straße geführt werden, hat bereits für ordentlich Kritik gesorgt. Werner Wiesmann (CDU) betonte noch einmal in der jüngsten Ratssitzung, dass es sich bei der Osterwicker Straße um die Hauptzuwegung zum größten Billerbecker Gewerbegebiet in Hamern handele und es durch den auf der Fahrbahn entstandenen Radweg zu gefährlichen Situationen komme. Seitens der Politik wird gefordert, dass der Bürgersteig für Radfahrer freigegeben wird. Die Radfahrer auf dem Hochbord weiter zu führen, hätte laut Stadtverwaltung von der vorhandenen Breite her nicht gepasst. Schutzstreifen seien Bestandteil der Fahrbahn und kein eigener Fahrstreifen, daher dürften die Markierung auch von Fahrzeugen überfahren werden. Radfahrer hätten dort allerdings Vorrang. Wenn sie auf dem Schutzstreifen seien, müssten Fahrzeuge an Engstellen dahinter bleiben. Die Verkehrsführung sei durch den Landesbetrieb Straßen.NRW festgelegt und geprüft worden. Auch Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Radfahrverband seien unter anderem an der Planung beteiligt worden. Die Planung sei in einem Verkehrssicherheits-Audit geprüft worden. Dennoch werde, wie Bürgermeisterin Marion Dirks in der Ratssitzung mitgeteilt hat, bei einem weiteren Ortstermin diese Thematik erneut aufgegriffen. Die Kosten für für Brücken- und Straßenbau sind als Folge der zeitlichen Verzögerungen von 1,2 auf rund 1,35 Millionen Euro gestiegen.

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