Katholische Kirchengemeinde veranstaltet Aktionswochen in St. Johann
Zeit-Umstellung mit neuem Raumgefühl

Billerbeck. Vier Wochen der „Zeit-Umstellung“ veranstaltet die katholische Kirchengemeinde St. Johann/St. Ludgerus in der Johannis-Kirche. Sie beginnt mit der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und endet am Christkönigssonntag, dem Abschluss des Kirchenjahres. Vom 25. Oktober bis zum 22. November soll es kleinere Angebote geben, der Kirchenraum auf eine ganz besondere Weise erlebt werden. Wie schon 2015 im Rahmen der Aktion „Freiraum“ werden in diesen vier Wochen alle Bänke im Mittelschiff der Kirche entfernt, sodass ein völlig neues Raumgefühl entsteht. Der Billerbecker Künstler Rüdiger Klebeck wird ein Kunstwerk präsentieren, das er in den vergangenen Monaten geschaffen hat und das im Kirchenraum in Korrespondenz mit dem Holzaltar seinen Platz findet. Einige Kirchenbänke werden in den Seitenschiffen stehen bleiben. Daneben stehen Stühle zur Verfügung, die für die Gottesdienste und bei anderen Gelegenheiten von den Besuchern genutzt werden können.

Donnerstag, 08.10.2020, 06:28 Uhr
Katholische Kirchengemeinde veranstaltet Aktionswochen in St. Johann: Zeit-Umstellung mit neuem Raumgefühl
Wie schon bei der „Freiraum“-Aktion im Jahr 2015 werden bei der „Zeit-Umstellung“ alle Bänke im Mittelschiff von St. Johann entfernt. Dieses Bild, das vor fünf Jahren entstanden ist, gibt schon einmal einen kleinen Eindruck vom leeren Kirchenraum. Foto: kath. Kirchengemeinde St.Johann/St.Ludger

In diesem Aktionszeitraum geht es nicht nur um die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit, vielmehr geht es um die Zeit großer Umstellungen, die die Menschen im Rahmen der Corona-Pandemie erleben. „In den Monaten des Lockdowns, in denen wir keine öffentlichen Gottesdienste feiern konnten, haben wir die Erfahrung gemacht, wie wertvoll unsere Kirchenräume sind, die wir ja immer offenhalten konnten und die von vielen Menschen aufgesucht wurden“, so Propst Hans-Bernd Serries. „Inzwischen spüren wir, dass viele Menschen dankbar sind, zu den Messfeiern und anderen Gottesdiensten wieder in die Kirchen kommen zu können und dass gleichzeitig viele Menschen lieber alleine unsere Kirchen besuchen, eine Kerze anzünden, die Stille genießen und zur Ruhe kommen.“ Der Dom fülle sich immer mehr. „Gott sei Dank reicht der Platz noch aus“, so Serries. Dort gebe es viel Raum, um Gottesdienste unter den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen feiern zu können. Die Johannis-Kirche sei weitestgehend frei. Das habe die Kirchengemeinde auf die Idee gebracht, dort diese Aktionswochen anzubieten.

Ein ganz großes Programm werde es aufgrund der Corona-Pandemie nicht geben, aber ein kleines. Verschiedene Aktionen sind montags, mittwochs und donnerstags geplant. Montags ist um 20 Uhr ein abendlicher, offener Gottesdienst angedacht. Mittwochs folgt um 19 Uhr die Abendmesse, „die bislang immer im Dom war und für diese Zeit in St. Johann stattfindet“, erzählt der Propst. Donnerstags wird es ab 20 Uhr Raum für ein stilles Gebet geben. Ab 21.15 Uhr soll ein Nachtsegen erfolgen. An dem detaillierten Programm werde noch gearbeitet. „Es gibt viele Idee“, so Serries. Mittwochs, donnerstags, freitags und samstags findet, wie bislang auch, morgens die übliche 9-Uhr-Messe statt. Im Rahmen der Langen Lesenacht, die am 14. November geplant ist, wird auch der Propst in St. Johann eine Lese-Einheit übernehmen. Klebeck habe angeboten, sein Kunstwerk Interessierten vor Ort vorzustellen. „Es können sich auch noch weitere Dinge ergeben“, sagt er. „Aber kein Riesenprogramm.“ Es gehe um den Kirchenraum an sich. Ihn den Menschen zu öffnen und anzubieten, um ihnen neue Sichtweisen und Möglichkeiten zu bieten.

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