DJK-VfL ist NRW-Modellstandort für den E-Sport und bietet ab Frühjahr Training an
Zum Sport an den Computer setzen

Billerbeck. Der DJK-VfL Billerbeck bietet im neuen Jahr E-Sport an. Er ist einer von 20 Modellstandorten im Rahmen eines Projekts der Sportjugend NRW mit dem Titel „E-Sport als Angebot der außersportlichen Jugendarbeit im Sportverein“. Als die Nachricht jetzt ins Haus flatterte, war die Freude bei den Verantwortlichen groß. „Wir sind sogar einer von sechs Vereinen, die mit einer entsprechenden spieltauglichen PC-Ausstattung statt mit Spielkonsolen gefördert werden“, freut sich Geschäftsführerin Katharina Ahlers. Schon sind Interessierte gefunden, die sich als Trainer ausbilden lassen möchten, „um so eine qualitätsgesicherte und verantwortungsvolle Arbeit mit E-Sport-Angeboten sicherzustellen“, wie der Landessportbund fordert. „In Kürze wollen wir E-Sport-Gruppen mit regelmäßigen Trainingszeiten einrichten“, kündigt Katharina Ahlers an.

Samstag, 02.01.2021, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 06:03 Uhr
DJK-VfL ist NRW-Modellstandort für den E-Sport und bietet ab Frühjahr Training an: Zum Sport an den Computer setzen
Dieses Bild entstand bei der Fifa-Soccer-Meisterschaft vor genau zwei Jahren im Vereinsheim am Helker Berg. Das Interesse war damals groß und die Stimmung gut. Foto: Archiv

Dass Billerbeck bei der Ausschreibung, an der sich über 80 Sportvereine beteiligt haben, erfolgreich war, hat mehrere Gründe. „Einer ist sicher der, dass wir schon Erfahrungen mit dem E-Sport gemacht haben“, weiß Ahlers. Vor genau zwei Jahren hat im Vereinsheim am Helker Berg die erste E-Soccer-Meisterschaft stattgefunden – mit zahlreichen begeisterten Teilnehmern und interessierten Zuschauern. Damals hatte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen die Geräte zur Verfügung gestellt. „In der Folge gab es in der Geschäftsstelle immer wieder Anfragen, ob wir nicht auch E-Sport anbieten können“, berichtet Ahlers.

Außerdem habe der Verein in der Bewerbung um die Nominierung als Modellstandort deutlich machen können, dass er sowohl in der sportlichen als auch der außersportlichen Jugendarbeit aktiv sei und großes Interesse daran habe, sich mit neuen Angeboten für die Zukunft aufzustellen. Und eine starke Fußballabteilung brachte auch Pluspunkte.

Zur Auszeichnung als Modellstandort für den E-Sport gehört aber nicht nur die Ausstattung mit passenden Geräten. Neben der Finanzierung der auf drei Jahre angelegten Maßnahme erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes. In der wissenschaftlichen Untersuchung geht es unter anderem darum herauszufinden, welche Zielgruppen mit dem E-Sport erreicht werden und wie sich das Angebot auf das Vereinsleben generell auswirkt, erklärt Katharina Ahlers.

Beim E-Soccer-Turnier hat sie die Erfahrung gemacht, dass die E-Sportler altersübergreifend „eine total schöne Community“ gebildet haben und die Stimmung super war. Es sei deutlich geworden, dass gerade auch Jugendliche, die selbst Fußball spielen, sich für das Kicken am Computer interessiert hätten.

Zum Auftakt hat DJK-VfL die beiden unter Gamern sehr beliebten Spiele „Rocket League“ (Autoball) und „League of Legends“ im Angebot. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, soll es im Frühjahr mit dem Training losgehen. „Damit haben wir dann hier in der Region ein Alleinstellungsmerkmal“, betont Katharina Ahlers. Dabei gebe es durchaus Pläne, mit DJK Grün-Weiß Nottuln zu kooperieren. In welcher Form sei noch offen.

7 Interessierte können sich nach den Weihnachtsferien in der Geschäftsstelle melden: Tel. 02543/930930, Mail: katharina.ahlers@djk-vfl.de

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7748041?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker