Anmeldestart für „Offenes Heimatmuseum“ am kommenden Freitag
Herzensorte mit Geschichte

Billerbeck. Das „Offene Heimatmuseum“ soll planmäßig im September eröffnet werden. „Aber der Weg dahin hat sich geändert“, berichtet Dr. Ipek Wiesmann. Präsenz-Workshops mit Bürgern, die geplante Anmietung eines Ladenlokals für ein Begegnungszentrum – das wird es coronabedingt so nicht geben. „Wir haben uns lange Gedanken gemacht“, so Dr. Ipek Wiesmann. Das ganze Projekt verschieben, das wollten die Organisatoren nicht. Es wird nun alles digital umgesetzt, die für das Projekt so wichtige Bürgerbeteiligung ist so trotzdem möglich.

Donnerstag, 18.02.2021, 09:30 Uhr
Anmeldestart für „Offenes Heimatmuseum“ am kommenden Freitag: Herzensorte mit Geschichte
Orte in Billerbeck, die den Menschen am Herzen liegen, sollen mit dem geplanten „Offenen Heimatmuseum“ präsentiert werden. Foto: Archiv

Dr. Ipek Wiesmann ist Initiatorin des Projektes „Offenes Heimatmuseum Billerbeck“, das sie mit Dr. Dilara Tekrin aus Istanbul und Isabel Waltering leitet und bei dem es sich nicht um ein Museum im klassischen Sinne handelt. Die ganz persönlichen Lieblingsorte der Billerbecker sollen präsentiert werden, dazu dann Erinnerungen, Geschichten, die Bedeutung und Anekdoten erzählt werden. Die ganze Stadt wird so quasi zum Museum.

Es sollen Orte sein, die den Menschen am Herzen liegen. Vielleicht ist es der erste Kuss auf der Liebeswiese im Freibad oder eine ausgelassene Party in einer ehemaligen Discothek. Vielleicht sind es die Speicherhäuschen am Johannis-Kirchplatz oder der Berkelwanderweg. Das Projekt bezieht sich ausschließlich auf den innerstädtischen Bereich, nicht auf den Außenbereich. „Vielleicht können wir es irgendwann auf den Außenbereich ausweiten“, so Dr. Ipek Wiesmann.

Die Lieblingsorte sollen auf digitalen Stadtkarten erlebbar gemacht werden. Kunstwerke und QR-Codes sollen an maximal 30 Orten zu finden sein – gestaltet von der Berliner Künstlerin. Mit den QR-Code-Plaketten können sämtliche gesammelten Informationen und Fotos und die persönlichen Geschichten der Bürger abgerufen werden. „Das Projekt ist bundesweit einzigartig“, sagt Dr. Ipek Wiesmann. Finanziell gefördert wird es vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Sparkassenstiftung und von Wolfgang Suwelack. Die Trägerschaft dieses Projektes übernimmt der Kunst- und Kulturverein Billerbeck (KuKuV), der sich im vergangenen Jahr dafür gegründet hat.

Am kommenden Freitag startet die Anmeldung für das Projekt. Wer mitmachen möchte, kann sich per E-Mail (anmeldung@heimatmuseum-bilerbeck.de) anmelden. Aber auch telefonisch und per Whatsapp soll dies möglich sein. Dazu wird noch bis Freitag eine Telefonnummer freigeschaltet. Bis zum 19. März können sich Interessierte anmelden. Anschließend werden die Teilnehmer vom Orgateam angeschrieben. „Wir sind richtig gespannt, wie viele sich anmelden“, so Dr. Ipek Wiesmann, die auf eine große Resonanz hofft. Das Projekt wird zudem wissenschaftlich begleitet.

In den Osterferien sollen dann die Workshops starten – eben online. Die Teilnehmerzahl ist auf 200 Personen begrenzt. Wer nicht internetaffin ist, kann sich trotzdem gerne anmelden, wie Dr. Ipek Wiesmann betont: „Für den finden wir schon eine Lösung.“ | www.heimatmuseum-billerbeck.de

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