Stadtverwaltung präsentiert Planungskonzept für „Buschenkamp Süd“
Über 400 Interessierte für Bauplätze

Billerbeck. Es ist zunächst eine grobe Planung. Ein Vorschlag, mit dem die Stadtverwaltung in die politische Diskussion einsteigt. In der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses, der am Dienstag (9. 3.) ab 18 Uhr in der Stadtaula tagt, wird die Stadtverwaltung das erste Planungskonzept für „Buschenkamp Süd“ vorstellen. Es ist die geplante Erweiterung des Baugebietes „Buschenkamp“ entlang der Annettestraße, für dessen nördlichen Teil die Erschließung derzeit in vollem Gange ist und laut Stadtverwaltung im Spätsommer abgeschlossen sein soll. Dann sollen die Häuslebauer loslegen können.

Freitag, 05.03.2021, 07:26 Uhr
Stadtverwaltung präsentiert Planungskonzept für „Buschenkamp Süd“: Über 400 Interessierte für Bauplätze
In diesem Bereich soll die geplante Erweiterung des Baugebietes, „Buschenkamp Süd“, erfolgen. Im Hintergrund sind die Erschließungsarbeiten für den nördlichen Baugebietsteil „Buschenkamp“ zu sehen, die im Spätsommer laut Stadtverwaltung abgeschlossen sein sollen. Foto: Stephanie Sieme

Die Nachfrage nach Bauplätzen ist aber weiterhin ungebrochen. Über 400 Interessenten stehen derzeit auf der Liste der Stadt Billerbeck für einen der künftigen Bauplätze, wie Jutta Kentrup vom städtischen Fachbereich Planen und Bauen berichtet. Es ist die Liste, die schon für Wüllen II und den nördlichen Teil „Buschenkamp“ geführt worden ist. Die Politik hatte in 2020 beschlossen, dass diese Liste auch für „Buschenkamp Süd“ weitergeführt werden soll. Und es kämen laufend neue Interessenten dazu, so die Stadtverwaltung. Aufgrund der hohen Nachfrage von Bauwilligen soll nun mit dem Bebauungsplanverfahren „Buschenkamp Süd“ begonnen werden, damit im Anschluss an die Erschließungsarbeiten für den nördlichen Teil eine Ausschreibung für die Erschließung des südlichen Teils erfolgen könne, wie die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage für den Ausschuss schreibt.

82 Grundstücke sind im Gebiet „Buschenkamp Süd“ eingeplant. Das sei aber nicht in Stein gemeißelt, wie Stadtplanerin Michaela Besecke betont. Durch die Entwässerungsplanung, die parallel aufgestellt werde, und die Ermittlung von Straßenausbauhöhen, könnten sich unter anderem Änderungen ergeben. Es werde wie bereits im nördlichen Teil eine Mischung aus Kauf- und Erbpachtgrundstücken geben. Öffentliche Einrichtungen wie etwa ein Spielplatz, seien nicht vorgesehen, da die bereits im nördlichen Teil geplante Spielfläche laut Stadt groß genug sei, um auch weitere Wohngebiete versorgen zu können. Eingeplant ist aber ein Grundstück für ein Wohnprojekt, das die SPD schon für den nördlichen Teil gefordert hatte. Dafür hatten sich laut Stadt aber damals keine Interessenten gefunden. Ende Juni vergangenen Jahres beschloss der Rat dann mehrheitlich, das Thema Wohnprojekt unter anderem bei der nächsten Erweiterung weiter zu verfolgen. Nun habe sich Ende vergangenen Jahres eine Gruppe von Interessierten gemeldet, die ein gemeinschaftliches Wohnprojekt plane, wie die Stadt in der Sitzungsvorlage des Ausschusses schreibt. Das Konzept sei schriftlich eingereicht worden. Das dafür vorgesehene Grundstück werde so geplant, dass auch eine andere Nutzung später möglich wäre, sofern das Projekt nicht realisiert werde.

Wegen der großen Nachfrage nach Grundstücken für Einfamilienhäuser sei überlegt worden, wie die Flächen effektiver genutzt werden könnten, ohne die grundsätzliche Wohnqualität einer solchen Wohnform zu schmälern. Aus den Erfahrungen des Reihenhausprojektes zur Eigennutzung im nördlichen Teil könne festgehalten werden, dass es sehr schwierig sei, mehrere Parteien mit einem großen Katalog an Möglichkeiten in eine gemeinsame Planung zu schicken, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Kompromissbereitschaft scheine zu sinken, so die Stadt, die vorschlägt, verstreut über das ganze Plangebiet Grundstücke vorzusehen, auf denen zwingend ein Doppelhaus errichtet werden müsse. So könne erreicht werden, dass mehr Bauwillige ein Grundstück bekommen und flächensparender gebaut werde, aber durch den Schnitt und die Vorgaben auf dem Grundstück hochwertige Gebäude entstehen könnten. Dabei soll von Seiten der Stadt vorgegeben werden, in welchem Gestaltungsspektrum die Umsetzung erfolgen könne. Von diesen könnten die Bauherren nur im gemeinschaftlichen Konsens im Rahmen der Bebauungsplanfestsetzungen abweichen. Die Stadt schlägt der Politik vor, mit dem Plankonzept und den Vorüberlegungen zur Vergabe in eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zu gehen, um mit Interessenten darüber zu diskutieren.

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