Billerbecker im Film „Totgeschwiegen – Final Scream“ zu sehen
Mit Krimi „von Null auf Kino“

Billerbeck. Für Lara Peters ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie hat in einem Kinofilm mitgespielt – zusammen mit Albero Grzanowski. Die beiden Mitglieder der Freilichtbühne Billerbeck haben beim Projekt „Von Null auf Kino“ mitgemacht, ein Jugendförderprogramm der Produktionsfirma „KaRo-Pictures“, das in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv), der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW, dem Kulturförderprogramm der Bundesrepublik Deutschland und der Stadt Steinfurt stattgefunden hat. Unterstützung gab es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Stadtbücherei Steinfurt, der Steinfurt Marketing & Touristik sowie von Total digital. „Totgeschwiegen – Final Scream“ lautet der Titel des Films, der ab dem 23. März das erste Mal auf großer Leinwand zu sehen ist. Präsentiert wird der Film im Autokino Steinfurt.

Dienstag, 09.03.2021, 07:20 Uhr
Billerbecker im Film „Totgeschwiegen – Final Scream“ zu sehen: Mit Krimi „von Null auf Kino“
Lara Peters spielt in „Totgeschwiegen – Final Scream“ WG-Bewohnerin Ella. Foto: KaRo-Pictures

„Es war eine ganz tolle Erfahrung. Wir haben uns super mit dem Team verstanden“, so Lara Peters. Richtige Freundschaften seien entstanden. Für sie und für Albero Grzanowski war es das erste Mal, dass sie in einem Film mitgespielt haben. „Es war auch Schauspiel, aber was ganz anderes als Theater“, so Albero Grzanowski. „Es war beeindruckend.“ Es sei schön gewesen, an so einem einzigartigen Projekt beteiligt gewesen zu sein.

Die beiden Billerbecker gehören zu zwölf Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 bis 21 Jahre, die mit Unterstützung von „KaRo-Pictures“ von Anfang bis Ende einem kompletten Kinofilm auf die Beine gestellt haben. Sie standen vor und hinter der Kamera, haben das Drehbuch geschrieben, Regie geführt, Drehorte ausgesucht, sich um die Technik gekümmert und teilweise auch Rollen im Film übernommen.

In „Totgeschwiegen – Final Scream“ wird die Geschichte einer Studenten-WG erzählt, die einen Nachmieter für die ausgezogene junge Niederländerin Nintje sucht. Mit Max findet sich ein neuer WG-Nachfolger, der ein Geheimnis verbirgt. Er ist undercover im Einsatz und versucht, unter den WG-Bewohnern einen gefährlichen Psychopathen ausfindig zu machen. Lara Peters schlüpft in dem Krimi in die Rolle von WG-Bewohnerin Ella, Albero Grzanowski spielt Max. „Der Dreh war sehr spannend und aufregend“, erzählt die Billerbeckerin, die durch ihren Patenonkel auf das Filmprojekt in Steinfurt aufmerksam gemacht wurde.

Die 17-jährige Billerbeckerin stand aber nicht nur vor der Kamera, sondern war auch hinter den Kulissen aktiv. „Ich habe mich auf die Suche nach Drehorten gemacht“, sagt sie. Sogar das Online-Casting für die Rollenbesetzung haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen organisiert. „Wir haben viele Einsendungen erhalten“, weiß die Domstädterin zu berichten. Und überzeugt hat beim Casting Freilichtbühnen-Kollege Albero Grzanowski Unterstützt wurden die jungen Filmemacher beim Projekt von den beiden Gründern von KaRo-Pictures, Roland Busch und Klaus Uhlenbrock. Sie haben mit technischen Equipment ausgeholfen und standen den jungen Leuten mit Rat und Tat zur Seite.

Seit vielen Jahren engagieren sich Lara Peters und Albero Grzanowski bei der Freilichtbühne Billerbeck, spielen regelmäßig in den Stücken mit. Lara Peters gehört seit ihrem achten Lebensjahr zur Freilichtbühnen-Familie. Ihre Premiere auf der Bühne hatte sie beim Sommerstück „Jim Knopf und die Wilde 13“, das 2011 im Weihgarten inszeniert wurde. „Ich habe einen Fisch gespielt. Es war eine kleine Statisten-Rolle, aber ich war stolz wie bolle“, erzählt die heute 17-Jährige und lacht. Die erste Sprechrolle folgte ein Jahr später im Wintermärchen „Die Schneekönigin“. „Ich hatte einen Satz, aber das war das Größte für mich“, so die Domstädterin. Es folgten viele kleinere und größere Rollen wie in „An der Arche um 8“, „Momo“, „Peter Pan“, „Der kleine Vampir“ und „Elisa, die Zaubertanne“. Es mache Spaß in andere Rollen zu schlüpfen. Und habe man einmal Bühnenluft geschnuppert, bleibe man dabei. „Ich habe meine ganze Familie mitreingebracht. Während ihr Bruder auch auf den Brettern, die die Welt bedeuten, steht, so hilft ihre Mutter hinter den Kulissen mit. Und auch beim Film kommt die Familie in Statistenrollen zum Einsatz.

Albero Grzanowski engagiert sich seit acht, neun Jahren bei der Freilichtbühne. Er hat 2012 zum ersten Mal in dem Stück „Die Schneekönigin“ mitgespielt. „Einen Pagen“, erzählt er. Die erste größere Rolle hatte er in „Der kleine Vampir“. „Da habe ich den kleinen Vampir gespielt“, so der Billerbecker. Er war aber auch der Prinz in „Aschenbrödel“ und zuletzt als Emil in „Emil und die Detektive“ zu sehen. Nun freuen sie sich auf den Film. „Ich durfte schon in ein paar Szenen reinschauen. Wie er final aussieht – darauf bin ich gespannt“, sagt Lara Peters.

Tickets für den Film gibt es beim Autokino Steinfurt. | www.kino-steinfurt.de

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