Stadt präsentiert Gelände für neuen Bauhof am Friethöfer Kamp
Umzug nicht vor 2023 geplant

Billerbeck. Der Bauhof der Stadt Billerbeck erhält ein neues Domizil. Er wird von der Osterwicker Straße ins Gewerbegebiet Friethöfer Kamp ziehen. Genauer gesagt zur Adresse Friethöfer Kamp 11. Dabei handelt es sich um das Gelände der ehemaligen Firma „Pewinsky“, die mit Rundhölzern gehandelt hat. „Der Umzug wird aber nicht morgen erfolgen. Nicht in diesem und auch nicht im nächsten Jahr“, betont Bürgermeisterin Marion Dirks beim Ortstermin zur Vorstellung des neuen Bauhof-Geländes. Ab dem Jahr 2023 will die Stadt investieren, sodass ein Umzug Ende 2023, Anfang 2024 denkbar sei. Wenn alles nach Plan laufe und die Finanzlage es zulasse, so Marion Dirks. Bislang gebe es nur einen Ratsbeschluss für den Kauf des Grundstücks. Für die weitere Planung brauche es weitere politische Beschlüsse.

Dienstag, 06.04.2021, 06:00 Uhr
Stadt präsentiert Gelände für neuen Bauhof am Friethöfer Kamp: Umzug nicht vor 2023 geplant
Christoph Benning übernimmt am 1. Mai die Leitung des Bauhofs. Foto: az

Seit vielen Jahren ist ein neuer Bauhof-Standort Thema. Die CDU hatte 2016 beantragt, den Bauhof auszulagern. Aktuell hat der Bauhof seinen Hauptsitz an der Osterwicker Straße neben dem Freibad. „Wir haben einen schönen Bauhof“, so die Bürgermeisterin. „Aber er ist nicht zukunftsfähig. Die Fläche ist nicht ausreichend.“ Das Grundstück sei zu klein, alles sei sehr beengt. Lagerplätze müssten ausgelagert werden. Auf der Suche nach dem richtigen Platz für den Bauhof seien viele Grundstücke unter die Lupe genommen worden. Eine Alternative sei eine Fläche im Gewerbegebiet Hamern gewesen. Dort besitzt die Stadt Grundstücke. „Das wäre allerdings unsere letzte Wahl gewesen“, sagt Marion Dirks. Schließlich wolle die Stadt diese Grundstücke Unternehmen zur Verfügung stellen, damit sie sich weiter entwickeln könnten. „Da wollen wir nicht reingrätschen“, betont sie. Außerdem sei das Gewerbegebiet sehr weit weg, das Grundstück am Friethöfer Kamp sei dafür sehr zentral. 5900 Quadratmeter groß ist das künftig neue Bauhof-Areal am Friethöfer Kamp. Zum Vergleich: Das Gelände an der Osterwicker Straße umfasst 3710 Quadratmeter, wie Stefan Holthausen, Leiter des städtischen Fachbereiches Planen und Bauen, informiert. Was nach dem Umzug mit dem Bauhof-Grundstück an der Osterwicker Straße geschehe, „wissen wir noch nicht“, sagt die Bürgermeisterin. Darüber werde in den politischen Gremien beraten.

Zwei Hallen und eine Remise stehen auf dem Gelände. Die vordere Halle, Baujahr 1974, soll abgerissen werden. An dessen Stelle soll ein rund 250 Quadratmeter großes und zweigeschossiges Verwaltungsgebäude entstehen, in dem unter anderem Sozialräume, Duschen, ein sogenannter Schwarz-Weiß-Bereich sowie abgetrennte Bereiche für Frauen und Männer untergebracht werden. Auch ein Salzlager sowie Containerplätze sollen auf dem Gelände errichtet werden. Abgerissen wird auch die alte Remise. Umbauarbeiten sind in der zweiten Halle, die bestehen bleibt, vorgesehen. Ein detailliertes Planungskonzept soll gemeinschaftlich mit den Bauhof-Mitarbeitern erarbeitet werden, so Jürgen Erfmann vom städtischen Fachbereich Planen und Bauen. Eine Rolle spielen soll auch der Klimaschutz. Die Stadt hat die bereits bestehende Photovoltaikanlage miterworben. Denkbar sei aber auch künftig die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, so die Bürgermeisterin.

Wie hoch die Kosten für die Maßnahmen auf dem Gelände sein werden, dazu konnte die Stadt noch keine Angaben machen. „Wir steigen ja jetzt gerade in die Planung ein“, so Stefan Holthausen.

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