Planungen für Ludgerus-Stift-Gelände vorgestellt
Fortsetzung für Areal-Entwicklung

Billerbeck (sdi/pd). Es ist eine ganz grobe Planung. Quasi Skizzen. „Es gibt noch keinen Bauantrag“, betont Markus Wixmerten, Geschäftsführer des St.-Ludgerus-Stifts. Es sei erst einmal eine Idee. Konkret geht es um die weitere Umgestaltung des Stifts-Geländes. Pläne, um aus dem Areal eine Art Begegnungsviertel zu machen, gibt es aber schon länger. 2015 wurden sie erstmals vorgestellt. Und einige Maßnahmen sind bereits umgesetzt – wie der Neubau der Kindertageseinrichtung Kunterbunt und die Errichtung des Hauses „Baumgarten“, eine stationäre Wohneinrichtung der Stift Tilbeck GmbH, in der 24 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen leben. Nun soll die Quartiersentwicklung weitergehen. 24 neue, generationenübergreifende Wohnungen sollen auf dem Areal entstehen. Durch die Nähe zum Ludgerus-Stift „gehen wir davon aus, dass sich vermehrt ältere Menschen melden werden“, so Wixmerten. Aber die barrierefreien Wohnungen stünden allen Generationen bereit.

Freitag, 16.04.2021, 06:34 Uhr
Planungen für Ludgerus-Stift-Gelände vorgestellt: Fortsetzung für Areal-Entwicklung
Haben über die Planung der Quartiersentwicklung „Ludgerus-Stift“ gesprochen: (v.l.) Propst Hans-Bernd Serries (Vorsitzender des Kuratoriums der St.-Ludgerus-Stiftung), Christoph Weber (DKM Immobilien) und Bürgermeisterin Marion Dirks. Foto: Ludgerus-Stift

Vier neue Gebäude sollen auf dem Gelände errichtet werden. Drei miteinander verbundene Bauteile sollen zwischen der Kita und dem Heimverbundenen Wohnen entstehen. In einem könnten zwei Gruppen der schon bestehenden Kita Kunterbunt untergebracht werden. Es gehe aber nicht um zusätzliche Gruppen, sondern um die beiden Kita-Gruppen, die aktuell noch im Gebäude des ehemaligen Krankenhauses untergebracht seien, so Claudia König, Kita-Leiterin und Mitglied der Geschäftsführung des Vereins „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe“, der Träger der Kita ist. Denn das ehemalige Krankenhaus soll für die drei neuen Gebäude weichen und wird abgerissen. Das vierte Gebäude soll im südlichen Teil, bei den Wohnbereichen „Berkel“ und „Wildgehege“ gebaut werden. Der parkartige Charakter des Standortes soll erhalten bleiben, heißt es seitens der St.-Ludgerus-Stiftung.

Die Altenbegegnung, die noch im ehemaligen Krankenhaus zu Hause ist, soll nach dem Abriss auch eine neue Bleibe auf dem Areal erhalten, so Wixmerten. Einen großen Veranstaltungssaal wie im ehemaligen Krankenhaus werde es aber künftig nicht mehr geben. Theatervorstellungen wie von den Kummellgenspielern seien dann nicht mehr möglich. „Wir haben ihnen immer gerne eine Heimat gegeben“, betont der Geschäftsführer, der auch berichtet, dass alle über die Planungen informiert seien.

Für das Vorhaben ist auch ein Investor gefunden worden. „Die St.-Ludgerus-Stiftung hat mit der DKM Immobilien GmbH aus Münster, einer 100-prozentigen Tochter unserer Hausbank, der kirchlichen DKM Darlehnskasse Münster, einen passenden Partner gefunden“, so Propst Hans-Bernd Serries, Vorsitzender des Kuratoriums der St.-Ludgerus-Stiftung, in einer Pressemitteilung. „Das Projekt wird in Form eines Investorenmodells zwischen uns als Erbbaurechtsgeber und der DKM Immobilien als Investor umgesetzt“, so der Propst weiter. Auch Bürgermeisterin Marion Dirks sei angetan von dem neuen Quartier: „Mir gefällt besonders das Augenmerk auf die Generation 60+ in Verbindung mit familiärer Umgebung und viel Grün sowie die zurückhaltende Bauweise“, sagt sie in einer Pressemitteilung. „Die DKM Immobilien GmbH als Investor möchte die nachhaltigen Aspekte der kirchlichen DKM-Bank auch im Immobilien-Sektor umsetzen“, so Christoph Weber, Geschäftsführer der GmbH. „Daher unterstützen wir gerne solche Projekte mit starkem sozialen und nachhaltigem Charakter.“ Die Planung hat das Büro WoltersPartner GmBH übernommen. Vor dem Baubeginn sind zunächst die endgültigen Planungen und die Fördermittelzusagen abzuwarten. Aus heutiger Sicht rechnen Stiftung und Investor mit einem Baubeginn im zweiten Halbjahr 2022. Zu den Kosten konnten noch keine Angaben gemacht werden, weil es sich um eine Planung handle die ganz am Anfang stehe, so Wixmerten.

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