Tierheim in Lette hat derzeit 95 Katzen in seiner Obhut / Freigänger chippen, registrieren und kastrieren lassen
„Wir stoßen an unsere Grenzen“

Lette. Der Hilferuf spricht Bände: „Wir haben zurzeit so unglaublich viele Katzenkinder, Jungkatzen und erwachsene Katzen in unserer Obhut und täglich kommen neue Katzen dazu“, schreibt der Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung auf seiner Homepage und bittet um Futterspenden, um alle Samtpfoten satt zu bekommen.

Donnerstag, 11.08.2016, 19:15 Uhr

Tierheim in Lette hat derzeit 95 Katzen in seiner Obhut / Freigänger chippen, registrieren und kastrieren lassen : „Wir stoßen an unsere Grenzen“
Zahlreiche Katzenkinder werden derzeit im Tierheim in Lette abgegeben, ein Szenario, das sich Jahr für Jahr wiederholt. Daher appelliert der Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung, Freigänger kastrieren zu lassen. Nur so könne die Flut der Katzenbabys gebremst werden. Foto: az

„Aktuell haben wir 95 Katzen, darunter viele Jungtiere, die grundsätzlich besondere Pflege brauchen und erst recht dann, wenn sie, was nicht selten der Fall ist, stark geschwächt und krank bei uns ankommen“, sagt Regina Kaute, Vorsitzende des Tierschutzvereins, der das Tierheim in Lette betreibt. Und weiter: „Wir stoßen räumlich und emotional an unsere Grenzen.“ Kaute appelliert daher dringend an alle Katzenhalter, ihre Tiere chippen und registrieren zu lassen. Nur so könnten Halter von Fundtieren ermittelt werden.

Ebenso wichtig: Freigänger sollten kastriert werden, um die Flut von Katzenbabys, die alljährlich das Tierheim erreicht, zu bremsen. Viele Kätzchen sind erst wenige Wochen alt, wenn sie in die Obhut der Tierschützer gelangen, und in desolatem Zustand, weil sie einfach irgendwo ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen wurden. Manchmal kann der Tierarzt die Vierbeiner nur noch einschläfern, so groß sind ihre Qualen und so gering die Hoffnung, die Tierchen retten zu können. Die meisten Katzenkinder werden jedoch aufgepäppelt und gesund gepflegt und haben laut Kaute anschließend gute Chancen, in ein neues Zuhause vermittelt zu werden.

Meldungen, nach denen in der Urlaubszeit vermehrt Haustiere ausgesetzt werden, kann Kaute für den Einzugsbereich des Tierheims in Lette (Billerbeck, Coesfeld, Dülmen, Havixbeck, Nottuln, Reken und Rosendahl) nicht bestätigen. „Das ist hier im ländlichen Raum nicht so dramatisch, wie es vielleicht in den Städten der Fall ist“, sagt die Tierschützerin. Natürlich könne man bei dem ein oder anderen Fundtier nicht ausschließen, dass der Halter es wegen einer Urlaubsreise ausgesetzt hat, aber von Reisezeit bedingten Spitzen bei den Fundtieren, wie sie andere Tierschutzvereine und Tierheime registrieren, kann im Raum Coesfeld keine Rede sein.

Neben den 95 Katzen, hoffen derzeit 19 Hunde, vier Hühner, eine Schlange sowie Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse auf ein neues Zuhause. Wer ein Tier bei sich aufnehmen möchte und/oder den Tierschutzverein mit Sach- und Geldspenden unterstützen möchte, findet alle Informationen auf den Internetseiten des Vereins. | Kommentar in der Printausgabe unserer Zeitung von Freitag | www.tsv-coesfeld-duelmen.de

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