Musiker gründen Verein: „Brawl Concerts“ – Bandförderung in Coesfeld
Eine Plattform für Konzerte

Coesfeld (fsk). Am Anfang waren es unter der Flagge des „Basement Brawl“ kleine Konzerte im Keller der Fabrik.

Samstag, 01.04.2017, 14:40 Uhr

Musiker gründen Verein: „Brawl Concerts“ – Bandförderung in Coesfeld : Eine Plattform für Konzerte
Sieben Musiker gründen den Verein „Brawl Concerts“ – Bandförderung in Coesfeld & Umgebung: Simon Bertels (Beisitzer), Simon Puhe (Beisitzer), Jan Stauvermann (1. Vorsitzender), Stefan Tenbrock (Kassierer), Lukas Bertels (Schriftführer), Philipp Mussinghoff (2. Vorsitzender) und Frédéric Schmidt (Beisitzer). Foto: Matthias Höing

Musiker aus der Region fanden dort eine Bühne und konnten sich mit Fans und anderen Bands austauschen. In Zukunft soll diese Idee offiziell als Verein mit dem Namen „Brawl Concerts e.V. in Gründung – Bandförderung in Coesfeld & Umgebung“ weiterleben. Das beschlossen die sieben Gründungsmitglieder während ihrer Gründungssitzung.

Schon seit 2010 veranstaltet Jan Stauvermann im Keller der Fabrik Konzerte mit regionalen Bands. Entsprechend der Location bekam die Veranstaltungsreihe den Namen „Basement Brawl“. Es bestand die einfache Idee, Nachwuchsbands aus dem Bereich Rock, Metal und Hardcore eine ordentliche Bühne zu bieten. Die Reihe wuchs mit der Nachfrage von Fans und Musikern, sodass im letzten Jahr lokale Bands mit größeren Acts wie ATOA aus Düsseldorf zusammen auf eine Bühne gebracht werden konnten.

Dabei wird auch mal über den Tellerand geschaut: Für die Zusammenarbeiten mit der Coesfelder Pfingstwoche und der Kulturnacht wurden auch etwas sanftere und poppigere Töne als vom Basement Brawl gewohnt gewünscht. Auch die Kooperation mit der Coesfelder Flüchtlingsinitiative, dem Kulturfeld Münsterland und der Konzertinitiative Jamcoelt waren eine willkommene Abwechslung für die Gruppe. Stauvermann erweiterte daraufhin sein Team und den musikalischen Horizont des Projekts.

Um dem Projekt einen professionellen Rahmen zu geben strebt das Kollektiv nun an, einen Verein zu gründen. „Durch die Gründung eines Vereins haben wir jetzt natürlich eine ganz andere Aussagekraft“, erklärt Lukas Bertels gegenüber der AZ, „das beginnt bei der Seriosität bei Buchungsganfragen und endet damit, dass nicht ein Einzelner sein Konto für Auslagen plündern muss.“ Nicht zuletzt geht es dabei auch um Seriosität beim Sponsoring. „Ohne ein gut funktionierendes Netzwerk mit Musikern, Bands, Kulturschaffenden, Behörden, Vereinen und Sponsoren“ betont Bertels, „geht nun mal nichts.“

Unterstützung kann der Verein gebrauchen, schließlich geht es nicht nur um Konzerte und Netzwerke. Auch Workshops, Ratschläge bei Musikerfragen – von der Instrumentenauswahl bis zur Konzertplanung – und eine Plattform soll der Verein bilden. „Wir sind aber eher der kumpelhaft-professionelle Dienstleister, weil wir ja keinen Euro damit machen möchten.“

Gründungsmitglieder des Vereins sind Jan Stauvermann (Vorsitzender), Schriftführer Lukas Bertels, der Musiker und Lehrer Philipp Mussinghoff, Frédéric Schmidt, der auch bei der Band „Fools of Fortune“ die Gitarre bedient, sowie Simon Bertels, Simon Puhe und Stefan Tenbrock.

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