Coesfeld
Masterplan Mobilität kostet rund 50 000 Euro

Coesfeld. Im nächsten Jahr soll für Coesfeld im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes ein Masterplan Mobilität aufgestellt werden. Die Kosten dafür liegen nach einer ersten Schätzung bei etwa 50 000 Euro. Die Verwaltung soll aber auch Zuschüsse beantragen, so dass bis zu 65 Prozent durch Landesmittel gedeckt werden könnten. Das hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen.

Montag, 30.09.2019, 19:50 Uhr

Nur die FDP folgte, wie zuvor auch schon im Umweltausschuss, dem Vorschlag der Grünen, stattdessen ein Radverkehrskonzept aufzustellen. „Wir wollen einen klaren Schwerpunkt setzen“, brachte es Erich Prinz (Grüne) auf den Punkt – und der liege auf dem Radverkehr. Die bisherige Radverkehrsplanung, sprang ihm Wolfgang Kraska (FDP) bei, sei „konzeptlos“. „Das ist keineswegs planlos“, widersprach Bürgermeister Heinz Öhmann. Coesfeld könne sich, was die Förderung des Radverkehrs angehe, „sehr gut sehen lassen“: Das hätten die Vertreter der AG fahrradfreundlicher Städte bei ihrem letzten Besuch nochmal bestätigt.

„Wenn ich dem einen Verkehr mehr Raum gebe, nehme ich ihn dem anderen“, plädierte 1. Beigeordneter Thomas Backes für „integrierte Konzepte“. „Isoliert nur den Radverkehr zu betrachten, bringt uns nicht weiter“, argumentierte auch Thomas Stallmeyer (SPD).

Die Verwaltung versicherte, dass man bei einem Masterplan Mobilität auch nicht komplett bei Null anfangen müsse. Vielmehr sei es sinnvoll, bereits vorhandene Konzepte zusammenzufassen. Dazu gehören der 2006 beschlossene Verkehrsentwicklungsplan, das Parkraumkonzept, das Integrierte Handlungs- und Maßnahmenkonzept Innenstadt, das DIEK in Lette, das Modellprojekt Fußverkehrsstrategie, das Radverkehrkonzept für den Kreis, das Reallabor „Mobiles Münsterland“ und weitere kleinere Projekte.

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