Coesfeld
Die Völkerverständiger

Coesfeld. Das ging runter wie Öl. „Ohne Euch wäre die „Sirksfelder Schule“ sicher heute nicht das, was sie ist“, fand Johannes Warmbold, Vorsitzender des Vereins der Freizeit- und Bildungsstätte, lobende Worte für das Engagement von Maria und Thomas Bücking. Anlass war deren „40-jähriges“ in der „Sirksfelder Schule“.

Montag, 30.09.2019, 19:52 Uhr
Coesfeld: Die Völkerverständiger
Johannes Warmbold (r.) gratulierte Thomas und Maria Bücking zu ihrem „40-Jährigen“ in der Sirksfelder Schule. So lange engagiert sich das Ehepaar dort bereits für die Völkerverständigung. Foto: az

Erst der Umbau der alten Schule – ursprünglich aus dem Jahre 1939 – , der Ausbau des Dachgeschosses zur zweiten Belegungseinheit, die Erweiterung um den Spiel- und Bolzplatz, die Einrichtung des Jugendzeltplatzes – und nicht zuletzt der umfangreiche Umbau und die zukunftsfähige Neugestaltung der Bildungsstätte 2015/2016: Zug um Zug – zum großen Teil in Eigenleistung – entwickelte sich die Schule zu einer lebendigen Begegnungsstätte sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Familien. Immer gab das Ehepaar Bücking durch seine Kenntnisse über die Anforderungen an das Haus wesentliche Impulse.

Rund 3000 Besucher mit 8000 Übernachtungen zählt die „Sirksfelder Schule“ Jahr für Jahr – doch längst nicht nur Coesfelder wissen die Einrichtung zu schätzen. Aus ganz Nordrhein-Westfalen und auch anderen Regionen Deutschlands kommen die Belegungsanfragen. Und selbst im 2000 Kilometer entfernten Weißrussland ist die „Sirksfelder Schule“ ein Begriff: Seit nunmehr 27 Jahren verbringen alljährlich 34 Kinder aus dem Dorf Svensk auf Einladung der „Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld“ einen vierwöchigen Erholungsaufenthalt in der Schule. Auch das ist eine Aktion des Vereins, deren Initiative und Entwicklung seit den Anfängen 1991 durch das Ehepaar Bücking verantwortlich begleitet wird. Dabei gab es auch dort keinen „Stillstand“, sondern neben den Erholungsfreizeiten werden alle zwei Jahre Gasteltern- und Betreuerreisen zum weißrussischen Partner organisiert und im Wechsel dazu Begegnungsfreizeiten mit den langjährigen Freunden in Coesfeld.

Darüber hinaus haben Maria und Thomas Bücking – gemeinsam mit ihren Kindern und Eltern – 2005 die „Bücking’sche Jugendstiftung“ ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Jugendarbeit in Coesfeld sowie die Völkerverständigung zu fördern. In erster Linie soll dabei die Entwicklung und der Erhalt der „Sirksfelder Schule“ und der „Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld“ unterstützt werden. So wurden mit der Errichtung des Hochseilgartens und der Beobachtungskanzel im Umfeld der „Sirksfelder Schule“ gute Freizeitmöglichkeiten geschaffen, besonders aber hat das Engagement dazu beigetragen, so heißt es im Pressebericht, dass der komplexe Neu- und Umbau der Bildungsstätte überhaupt erst finanziert werden konnte.

„In den vergangenen 40 Jahren habt ihr stets Verantwortung für unseren Verein mit übernommen und damit unweigerlich einhergehend die Entwicklung der „Sirksfelder Schule“ und der „Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld“ geprägt. Ihr habt Ideen mitgetragen, ein- und auf den Weg gebracht, Projekte initiiert und ausgeführt, insbesondere aber immer auch Entwicklungen vorgedacht“, betonte Warmbold. „Anlass reichlich, uns dafür bei euch – sicher auch im Namen der vielen Menschen, die davon profitiert haben – auf das Herzlichste zu bedanken!“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6970518?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker