Coesfeld
Hinterzimmerpolitik? Nicht in Coesfeld!

Coesfeld (ds). Am Ende ging es aus wie das Hornberger Schießen: „Hinterzimmerpolitik“ vermutete die Fraktion von Pro Coesfeld im Rathaus und wollte – wie berichtet – von der Stadtverwaltung geklärt wissen, warum bei einer Bürgerversammlung zum Dorf-Innen-Entwicklungs-Konzept (DIEK) in Lette eine nicht vom Rat beschlossene Planungsvarian-te noch einmal zur Diskussion gestellt worden ist. Dazu sei in der Sitzung gesagt worden, dass das aufgrund von „Stimmen“ aus einem „kleinen Kreis“ erfolgt sei. Wer war dieser „kleine Kreis“? hatte Fraktionschef Günter Hallay bei Bürgermeister Heinz Öhmann nachgefragt.

Mittwoch, 02.10.2019, 06:16 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 09:21 Uhr

Die Antwort lieferte die Verwaltung in der jüngsten Ratssitzung. Grundsätzlich stellte sie fest, dass die Versammlung in Lette „auf der Grundlage der Beschlüsse des Rates durchgeführt“ worden sei. Die zusätzliche Planungsvariante sei „ergänzend erläutert“ worden, weil es dazu bei den Projektpaten aus Lette teilweise unterschiedliche Auffassungen gegeben habe.

Günter Hallay stellte diese Antwort nicht so ganz zufrieden. Er hakte nochmal nach: Nein, es sei davon die Rede gewesen, dass nach der Ratssitzung nochmal im „kleinen Kreis“ getagt worden sei. „Uns ist das nicht bekannt“, hob Bürgermeister Heinz Öhmann hervor. Erster Beigeordneter Thomas Backes konnte sich allenfalls vorstellen, dass damit „der Kreis der Projektpaten“ gemeint gewesen sein könnte, in dem immer wieder über alle Maßnahmen gesprochen worden sei und gesprochen werde. Das, sprang ihm Öhmann bei, sei „auch völlig normal“, dass im Rahmen von Arbeitsgruppen so etwas nochmal besprochen werde. Keinen Zweifel gebe es aber daran, dass am Ende das gilt, was der Rat entscheidet, stellte er klar. Da gab dann auch Hallay Ruhe.

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