Coesfeld
Allround-Talent schlüpft in berührende Rolle

Coesfeld. Vor wenigen Tagen hatte sie in Heidelberg Premiere mit Puccinis Oper „Madama Butterfly“, Anfang dieser Spielzeit inszenierte sie bereits Verdis „Falstaff“ am Theater Osnabrück: Adriana Altaras ist eine gefragte Opernregisseurin. Die vielseitige Künstlerin steht aber auch immer wieder als Schauspielerin vor der Kamera und veröffentlichte vor einem Jahr mit „Die jüdische Souffleuse“ bereits ihr viertes Buch. In einer moderierten Lesung stellt Adriana Altaras am Dienstag (26. 11.) diesen turbulenten und sehr berührenden Roman im Konzert Theater Coesfeld vor.

Mittwoch, 13.11.2019, 19:06 Uhr
Coesfeld: Allround-Talent schlüpft in berührende Rolle
Adriana Altaras liest stellt im Konzert Theater ihren neuen Roman „Die jüdische Souffleuse“ vor. Foto: Gene Glover

Die Ich-Erzählerin des Romans heißt Adriana Altaras und ist, ganz wie die Autorin selbst, Opernregisseurin. Mit Tempo und viel Witz erzählt sie vom Probenalltag im Musiktheater, wo sie Mozarts „Entführung aus dem Serail“ inszenieren soll, heißt es in der Ankündigung des Konzert Theaters. Ausgerechnet die Souffleuse erweist sich dabei als die größte Herausforderung. Die ziemlich überspannte Susanne, genannte Sissele, ist davon überzeugt, dass nur Adriana ihr helfen kann, ihre Verwandten zu finden, die nach dem Zweiten Weltkrieg in alle Winde verstreut wurden. Auch wenn sich Adriana zunächst wehrt, macht sie sich schließlich mit Sissele auf zu einer abenteuerlichen Reise quer durch die Bundesrepublik, bei der sich Gegenwart und Vergangenheit ebenso verbinden wie unvergessliche Geschichten vom Überleben mit jenen der Nachgeborenen.

In ihrem ersten Bestseller „Titos Brille“ setzte sich die in Berlin lebende Autorin humorvoll mit ihrer Vergangenheit auseinander, in „Doitscha“ stand ihre eigene jüdisch-deutsche Familie im Mittelpunkt. Auch in ihrem jüngsten Roman „Die jüdische Souffleuse“ streut Adriana Altaras wieder viel Persönliches ein, gibt Einblicke in ihre Arbeit und erzählt davon, warum die Shoah, die Tragödie des 20. Jahrhunderts, das Epizentrum ihres Schaffens ist.

Karten für die Lesung gibt es zum Preis von 18 Euro im Ticketservice der Allgemeinen Zeitung, an der Kasse des Theaters, unter der kostenfreien Hotline (Tel. 0800/ 5396000), an der Theaterkasse im WBK (Osterwicker Str. 29) und im Internet unter www.konzerttheatercoesfeld.de.

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