Coesfeld
Westfleisch stellt sich neu auf

Coesfeld (ds). Um konkurrenzfähig zu bleiben und Anwohner künftig weniger mit Gerüchen und Lärm belasten zu müssen, plant die Westfleisch Finanz AG umfangreiche bauliche Veränderungen auf dem Gelände des Schlachthofes in Coesfeld und darüber hinaus. Darüber hat sie jetzt die Stadt informiert und Befreiungen vom Bebauungsplan beziehungsweise seine Änderung beantragt. Einhergehen mit den Baumaßnahmen soll eine Erhöhung der Produktion – und auch eine Aufstockung der Mitarbeiterzahl. Die Stadtverwaltung berichtete darüber jetzt im Ausschuss für Umwelt, Planen, Bauen.

Freitag, 15.11.2019, 16:00 Uhr

Westfleisch will das Betriebsgelände nach Westen hin erweitern und hat dafür ein angrenzendes Grundstück erworben. Kühltransporter sollen künftig über eine neue Zufahrt direkt von der Borkener Straße aus auf das Gelände rollen und dort auf die Beladung warten – nicht mehr auf dem Abzweig nach Stockum. Neu errichtet werden soll unter anderem ein Pförtnerhaus und eine Lkw-Waschhalle. „Wir sind davon überzeugt, dass nach Abschluss der umfangreichen Maßnahmen die Emissionen geringer sein werden als heute – trotz erhöhter Kapazität“, heißt es in dem Brief an die Verwaltung.

Im Ausschuss wurde der Antrag einhellig begrüßt. „Dadurch werden Arbeitsplätze in Coesfeld gesichert“, hob Dieter Goerke (Aktiv für Coesfeld) hervor. Er forderte die Stadt auf, den Anliegern die geplanten Maßnahmen aber „ausführlich zu erklären“. Thomas Stallmeyer (SPD) nannte Westfleisch einen „sehr wichtigen Arbeitgeber für Coesfeld“. Durch die geplanten Maßnahmen seien Verbesserungen für die Anwohner zu erwarten. Er und Josef Schulze Spüntrup (Pro Coesfeld) wiesen aber auch darauf hin, dass Westfleisch dafür Sorge tragen müsse, dass die zumeist ausländischen Mitarbeiter auch menschenwürdig untergebracht werden. „Da muss auch Wohnraum her, der akzeptabel ist“, so Stallmeyer.

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