Reaktionen aus der CDU auf die Nominierung von Eliza Diekmann
„Junge Kandidatin nicht unterschätzen“

Coesfeld (ds) Wie reagiert die CDU in Coesfeld auf die Bewerbung der jungen Politikwissenschaftlerin Eliza Diekmann, die von Pro Coesfeld, SPD, Grünen und Aktiv für Coesfeld unterstützt wird? „Ich kann mir dazu noch kein Urteil erlauben. Das wäre zu früh“, gab sich CDU-Fraktionschef Richard Bolwerk auf AZ-Nachfrage zurückhaltend. In jeder Partei, betonte er, könnten ja auch noch andere Vorschläge kommen.

Donnerstag, 12.12.2019, 16:36 Uhr
Reaktionen aus der CDU auf die Nominierung von Eliza Diekmann: „Junge Kandidatin nicht unterschätzen“
Eliza Diekmann (33) wird von Pro Coesfeld, SPD, Grünen und Aktiv für Coesfeld unterstützt. Foto: az

„Ich finde es gut, dass eine Alternative da ist“, äußerte sich sein Stellvertreter und CDU-Pressesprecher Norbert Hagemann zu der Personalie. Er vermutet, dass es für Diekmann „aufgrund der kaum vorhandenen praktischen Erfahrung vor Ort aber schwierig wird, in Detailfragen Antwort geben zu können“. Gleichwohl dürfe man auch „eine so junge Kandidatin nicht unterschätzen“, warnte er die eigene Partei. Der Richtige für Coesfeld, unterstrich er, sei aber Gerrit Tranel – „davon bin ich überzeugt“. Er sei „ein respektabler, guter Kandidat“.

Willi Korth, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, hatte Eliza Diekmann schon in ihrer ehrenamtlichen Funktion als Sprecherin von „Parents for Future“ einen Besuch im „Future-Point“ an der Bernhard-von-Galen-Straße abgestattet. Da habe er ihr erklärt, warum man den „Klima-Notstand“ in Coesfeld nicht ausgerufen habe: „Weil wir hier schon sehr viel für den Klimaschutz tun.“ Welchen Eindruck hat er von ihr? „Wir wissen jetzt, wer die Gegenkandidatin ist – soweit so gut. Aber vielmehr eben auch noch nicht,“ sagte Korth. Erst der Wahlkampf werde zeigen, „wer welche Qualitäten hat“. „Wir“, unterstreicht er, „haben einen klaren Kompass und einen sehr guten Kandidaten, auch wenn der „erstmal nur ein Vorschlag“ des Vorstands sei. Die Kandidatenaufstellung ist für den 2. Februar geplant – bis dahin können aus der Partei noch weitere Bewerber benannt werden.

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