Zwei junge Amerikaner sind im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms zu Gast
Merkwürdig: Radfahren im Regen

Coesfeld. Radfahren im Regen? Für Amerikaner ist dies eine durchaus bemerkenswerte Erfahrung. Auch über das Autofahren und über den Klimaschutz unterhielt sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit Atharva Limaye und Roo Case aus den USA. Die beiden Schüler aus Minnesota sind quasi mit einem Parlaments-Ticket nach Coesfeld gereist: Sie nehmen am Parlamentarischen Patenschafts-Programm, kurz PPP, teil.

Sonntag, 22.12.2019, 16:28 Uhr
Zwei junge Amerikaner sind im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms zu Gast: Merkwürdig: Radfahren im Regen
Roo Case (l.) und Atharva Limaye (r.) aus den USA machen sich zurzeit im Rahmen eines Austauschprogramms des Deutschen Bundestages mit der deutschen Sprache und Kultur vertraut. Bundestagsabgeordneter Marc Henrichmann begrüßte die beiden jungen Amerikaner, die in Coesfeld zu Gast sind. Foto: Büro Henrichmann

Für Henrichmann ist das PPP ein Stück gelebter Völkerverständigung. „Die USA sind nach wie vor unser wichtigster internationaler Partner“, erklärt der CDU-Politiker in einer Pressemitteilung. Er übernimmt die Patenschaft für junge Deutsche aus seinem Wahlkreis, die als Stipendiaten in den USA zur Schule gehen oder arbeiten. Und er begrüßt auch die Amerikaner, die den umgekehrten Weg gegangen sind. So wie Roo und Atharva, die derzeit die Jahrgangsstufen zehn und elf des Heriburg-Gymnasiums besuchen.

„Die Urgroßeltern meiner Mutter kommen aus Stuttgart“, erzählt Roo, warum er sich schon länger für Deutschland interessiert hat. „Zu Hause mit meiner Familie spreche ich auch ein bisschen Deutsch“, so der 17-Jährige. Die Wurzeln der Familie von Atharva liegen in Indien. Kurz nach seiner Geburt kam der 18-Jährige nach Amerika, wo er drei Jahre Deutsch lernte. „Ich möchte neue Erfahrungen sammeln, und das PPP ist eine tolle Möglichkeit dazu.“

Während Roo in Minnesota seit zwei Jahren Auto fährt, darf er dies in Coesfeld nicht. Überhaupt wird das Auto in Amerika schon allein wegen der größeren Entfernungen häufiger genutzt. „Hier in Deutschland kümmern sich die Menschen um die Umwelt, das finde ich super“, betont Atharva. Dazu gehört eben auch, sich durch einen Regenschauer nicht vom Radeln abhalten zu lassen. „Manchmal ist das komisch, aber kein Problem!“

Schüler und junge Berufstätige, die die USA für ein Jahr kennenlernen möchten, können sich voraussichtlich ab Mai unter www.bundestag.de/ppp bewerben.

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