Neuer Bahnhof wird ab März in einem Zuge gebaut – nicht in zwei Bauabschnitten
„Ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Coesfelder“

Coesfeld. Der neue Coesfelder Bahnhof, ein Ensemble aus zwei Gebäuden, kann ab März in einem Zuge gebaut werden. Bisher waren zwei Bauabschnitte geplant. Zunächst sollte das eigentliche Bahnhofsgebäude mit den Serviceanlaufpunkten erstellt werden, danach dann der Riegel vom Kaufland her gesehen links, der gemeinsam mit dem ehemaligen Caféhaus (rechts) den Vorplatz einrahmt. „Es gibt aber mittlerweile so viele Mietinteressenten für den zweiten Gebäudeteil, dass der gleich mitgebaut wird“, berichtet Architekt Johannes Evers (Coesfeld) auf Nachfrage der AZ. Darüber freut sich auch Stadtbaurat Thomas Backes: „Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Coesfelder“, meint er, könne das gesamte Ensemble so doch viel schneller verwirklicht werden. Für Anwohner und Nutzer verkürze sich die Zeit mit Baulärm und -schmutz.

Dienstag, 24.12.2019, 10:24 Uhr
Neuer Bahnhof wird ab März in einem Zuge gebaut – nicht in zwei Bauabschnitten: „Ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Coesfelder“
So soll der neue Coesfelder Bahnhof (vom Kreisverkehr aus gesehen) aussehen. Ursprünglich war geplant, ihn in zwei Abschnitten zu bauen. Der Riegel hinten links sollte erst nach dem Hauptteil mit DB-Servicecenter entstehen. Doch mittlerweile gibt es für beide Teile genug Mietinteressenten, so dass alles zusammen errichtet werden kann. Visualisierung: Evers Architekten Foto: az

Die Nachfrage, direkt im neuen Bahnhof wohnen oder arbeiten zu wollen, ist offenbar sehr groß. Büros und Praxen, Gewerbe, Gastronomie und Wohnungen sollen dort angesiedelt werden. Wer die „Ankermieter“ sein werden? Ross und Reiter kann und will Evers noch nicht nennen. „Noch sind die Verträge nicht unterschrieben“, sagt er. Das sei der nächste Schritt, wenn der Bauantrag genehmigt sei. Der liegt derzeit aber noch bei der Stadt. „Der Bauherr will im März anfangen, bis dahin wird das klappen“, ist sich Backes sicher, dass die Stadt bald ihren Stempel unter das Projekt setzen kann. „Alle wesentlichen Dinge sind abgestimmt. Nichts Grundlegendes steht mehr im Wege“, unterstreicht er.

Jüngst hatte noch einmal der Gestaltungsbeirat der Stadt getagt. Da gab es für die Pläne, in die teilweise auch schon Anregungen des Expertengremiums eingeflossen sind, großes Lob. Das sei „eine runde Sache“ geworden, hieß es laut Backes. Evers freut sich über die positive Resonanz. Er schätzte den fachlichen Austausch mit den Kollegen, fand ihn „sehr bereichernd“.

Die Abrissarbeiten am alten Bahnhof gehen derweil in großen Schritten voran. Bis auf einen kleinen Rest auf der Seite der früheren Güterabfertigung, liegt das 109 Jahre alte historische Gebäude schon komplett in Trümmern. Im Januar und Februar geht’s noch den unterkellerten Bereichen an den Kragen. Der Schutt wird abgetragen und recycelt. „Dann steht noch die Untersuchung auf Kampfmittel an“, nennt Evers den nächsten Schritt, bevor im März wieder Bagger anrollen, um mit den Bauarbeiten zu beginnen. Parallel sollen auch schon die Planungen für die Gestaltung des Vorplatzes laufen, auf der noch der Pyramiden-Brunnen, einst geschaffen von Stadtplaner Friedrich Wolters, steht. Was mit dem passieren wird, ist noch unklar. Die Stadt will die Planung extern vergeben. Den Startschuss dafür gibt die Politik Anfang 2020.

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