Schwestern Unserer Lieben Frau lösen Kommunität in Gerleve auf
Ort der Gottessuche schön gestaltet

Coesfeld. Wer das Gästehaus Ludgerirast der Benediktinerabtei in Gerleve betritt, wird immer von jahreszeitlichen Blumenarrangements empfangen. Darum kümmert sich Schwester Monika Niehues mit Herzblut. Sie lebt gemeinsam mit Schwester Georgi Wieborg in der Schwesternwohnung des Gästehauses.

Freitag, 27.12.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 11:02 Uhr
Schwestern Unserer Lieben Frau lösen Kommunität in Gerleve auf: Ort der Gottessuche schön gestaltet
Gemeinsam sorgen sie mit zahlreichen Mitarbeitenden für eine gute Atmosphäre im Haus Ludgerirast: (v.l.) Schwester Monika Niehues, die Servicekräfte Silvia Graute und Petra Rotthäuser sowie Schwester Georgi Wieborg. Foto: Bischöfliche Pressestelle/ Michaela Kiepe

Die beiden Ordensfrauen der Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau sind seit sechs Jahren in dem Exerzitienhaus präsent. Sie führen eine 25-jährige Tradition fort, die sich nun allerdings dem Ende neigt. „Wir werden unsere kleine Kommunität Ende Januar auflösen und in unser Kloster Annenthal in Coesfeld ziehen“, berichtet Schwester Georgi. Ein bisschen Wehmut schwingt sowohl bei ihr als auch bei Schwester Monika mit. Denn die beiden Ordensfrauen haben gern in Gerleve gelebt und gearbeitet. Doch die Gemeinschaft kann keine Nachfolgerinnen mehr stellen.

Ihre Aufgaben sind vielfältig. „Wir sind für die Gäste da und führen viele Gespräche mit ihnen“, berichtet Schwester Georgi, die kürzlich ihren 80. Geburtstag feiern konnte. Zudem gestalten sie jeden Morgen in der Kapelle des Hauses die Laudes, das Morgengebet. „Immer so, dass es auch zu den Gruppen passt, die zu Gast sind“, fügt Schwester Monika hinzu, die sich zudem um die Sakristei und die Hauskapelle kümmert.

Den beiden Ordensfrauen ist es wichtig, eine gute Atmosphäre an diesem besonderen Ort zu gestalten, der für viele Menschen ein Ort der Gottsuche ist. „Jedenfalls soweit wir dazu beitragen können. Das machen wir gemeinsam mit einem tollen Team, das sich im Haus engagiert“, ergänzt Schwester Monika. Es sei eine sehr abwechslungsreiche Arbeit. „Die auch viele Überraschungen für uns parat hatte“, sagt Schwester Georgi. Das kommt nicht von ungefähr, denn sobald die Rezeption nicht mehr besetzt ist, haben die beiden Ordensfrauen Rufbereitschaft. Da konnte es beispielsweise passieren, dass nachts unangemeldete Gäste vor der Tür standen oder ein Notarzt gerufen werden musste. „Wir sind einfach da und ansprechbar“, bringt es Schwester Monika auf den Punkt.

Beide Ordensfrauen blicken auf ein erfülltes Berufsleben zurück. So war Schwester Georgi beispielsweise 33 Jahre als Lehrerin in der Coesfelder Liebfrauenschule und acht Jahre als Oberin in der Nottulner Liebfrauenschule tätig. Schwester Monika hat sich 32 Jahre in der Krankenhausseelsorge engagiert, 22 Jahre davon in der Christophorus-Klink in Coesfeld. „Die Zeit im Haus Ludgerirast möchten wir nicht missen. Auch wenn das erste halbe Jahr schwierig war. Aber wir verstehen uns sehr gut, was eine Voraussetzung für das Zusammenleben in dieser kleinen Kommunität ist, und haben uns gut ergänzt“, zieht Schwester Monika ihr Fazit. Bis Ende Januar wird die Wohnung geräumt. Zum 25. März werden zwei Clemensschwestern in die Schwesternetage einziehen und Aufgaben im Haus Ludgerirast übernehmen.

Mit dem Umzug ins Kloster Annenthal beginnt für Schwester Georgi und Schwester Monika ein neuer Lebensabschnitt. Beide möchten sich im Kloster einsetzen. „Ich möchte mich gern engagieren. Wie das aussehen kann, wird sich sicherlich finden“, sagt Schwester Georgi. Und Schwester Monika fügt hinzu: „Wir werden Spielraum haben, die Zeit selbst zu gestalten. Ich hoffe, dass das alles gelingt. Wir beten darum und üben uns im Vertrauen darauf, dass Gott uns führt.“

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