Workshopabend von frei.raum.coesfeld und dem Flügge Netzwerk
Individuelle Definitionen von Heimat finden

Coesfeld (jd). Musik, Bilder oder Gerüche – es gibt viele Dinge, die ein Gefühl von Heimat auslösen. Doch was genau ist eigentlich Heimat? Bleibt sie statisch oder verändert sie sich? Um diese Fragen dreht sich der Workshopabend „frei.raum.heimat – Rückblick.Inspiration.Ausblick“ für junge Erwachsene, der am kommenden Donnerstag (23. 1.) von 19.30 bis ca. 21.30 Uhr stattfinden wird. Zwischen Blumen, Kerzenständern und allerhand schöner Deko. „Für mich ein sehr inspirierender Ort“, erklärt Pastoralreferent Daniel Gewand mit Blick auf den ungewöhnlichen Veranstaltungsort, das Blumengeschäft „Lebenslust“, Kleine Viehstraße 6.

Montag, 20.01.2020, 18:24 Uhr
Workshopabend von frei.raum.coesfeld und dem Flügge Netzwerk: Individuelle Definitionen von Heimat finden
Pastoralreferent Daniel Gewand (frei.raum.coesfeld) hat schon mal Platz genommen im ungewöhnlichen Veranstaltungsort für den Workshopabend „frei.raum.heimat – Rückblick.Inspiration.Ausblick“ für junge Erwachsene, den er zusammen mit Christoph Aperdannier vom Kooperationspartner Flügge Netzwerk aus Münster auf die Beine gestellt hat: zwischen Blumen und Kerzenständern im „Lebenslust“-Ladenlokal. Foto: Jessica Demmer

Der Workshop ist eine Kooperation des Projektes frei.raum.coesfeld mit dem Flügge Netzwerk aus Münster. „Junge Erwachsene müssen viele Entscheidungen treffen, auch solche, die große Konsequenzen haben. Gerade in Hinblick auf das Thema Heimat“, so Daniel Gewand. Was ist oder wird mein Ort? Wo gehe ich hin? „Aus beruflichen Gründen oder wegen eines Studiums kommen junge Leute vielleicht nach Coesfeld und fragen sich, ob sie jetzt für immer hier bleiben und sogar hier begraben werden. Andere sind vielleicht hier geboren, nie weggewesen und fragen sich jetzt, ob es das gewesen ist.“ Was für die einen ein selbstverständlicher Lebensweg ist, wird von anderen hinterfragt. „Wir wollen zusammen herausfinden, was die Teilnehmer mit Heimat verbinden. Ob es für sie ein Ort, ein Raum oder ein Gefühl ist.“

Im zweiten Teil des Abends kommen drei Gäste zu Wort, die sich bereits ausgiebig mit dem Heimatbegriff für sich beschäftigt haben. „Philipp Mussinghoff ist in Osterwick geboren, ist nach Münster gezogen und hat später entschlossen, sein Elternhaus zu renovieren und zurück nach Rosendahl zu ziehen. Die Verbindung zur Heimat hat sich bei ihm im Laufe der Jahre geändert“, erklärt Daniel Gewand. „Michael Engelberg ist Journalist und beruflich viel unterwegs. Es gibt keinen Ort, an dem er regelmäßig ins Bett geht. Als leidenschaftlicher Kanufahrer sind für ihn die Gewässer rund um Münster seine Heimat.“ Der Priester Jan Aleff musste berufsbedingt vom Münsterland an den Niederrhein ziehen. „Das war für ihn ein Ort, den er sich nicht ausgesucht hat. Er definiert Heimat eher über Beziehungen.“

Am Ende des Abends sollen die eigenen Überlegungen und die Inspirationen der drei Referenten eine Entscheidungshilfe für den eigenen, weiteren Weg bieten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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