Zweckverband Musikschule verabschiedet Etat 2020
Grünes Licht für Elternbeirat

Coesfeld. Harmonisch verlaufen ist die Versammlung des Zweckverbandes Musikschule der Gemeinden Billerbeck, Coesfeld und Rosendahl im Sitzungssaal des Coesfelder Rathauses. Sowohl die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan 2020 als auch die Bildung einer Elternvertretung haben die Mitglieder einstimmig beschlossen.

Donnerstag, 23.01.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 11:02 Uhr
Zweckverband Musikschule verabschiedet Etat 2020: Grünes Licht für Elternbeirat
Saxophon, Trompete, Horn und weitere Blasinstrumente stehen auf dem Programm der Musikschule, die auch freies Musizieren in einem Ensemble möglich macht. Foto: Archiv

Der Etat für dieses Jahr sieht im Ergebnisplan Aufwendungen von 1,07 Millionen Euro vor. Dem stehen Erträge in derselben Höhe gegenüber. Deshalb kann in 2020 auf die Entnahme aus der Rücklage verzichtet werden. Die Gesamtaufwendungen liegen 19 900 Euro oder 1,9 Prozent über dem Ansatz des Haushaltsjahres 2019. Die Verbandsumlage für das Haushaltsjahr 2020 wird auf 558 300 Euro festgesetzt. Sie beträgt für die Stadt Billerbeck 86 333 Euro, für die Stadt Coesfeld 408 634 Euro und für die Gemeinde Rosendahl 63 331 Euro.

Die Musikschule befinde sich auf einem guten Weg, sagte Verbandsvorsteherin Dr. Mechtilde Boland-Theißen. Es gelinge, wie auch schon im Vorjahr, durch Projekte wie JeKits zunehmend mehr Schüler frühzeitig und zahlreich musikalisch zu unterrichten. Damit sei der Weg für die gewünschte Breitenförderung erfolgreich beschritten. Dennoch müssten vor allem die Personalkosten im Blick behalten werden, Es gelte auch, die Entwicklung der Umlage, der Schülerzahlen im Instrumental- und Vokalbereich sowie den Anteil des Einzelunterrichts zu betrachten. Sicher sei, so Dr. Boland-Theißen, dass sinkende Belegungszahlen nicht zu sinkenden Kosten führen würden.

Musikschulleiter Bernd Mertens erinnerte an den Auftrag der Musikschule, allen Bevölkerungsgruppen den Zugang zur musikalischen Ausbildung zu ermöglichen. „Die Musikschule soll noch mehr ein Ort für Begegnung und Weiterbildung werden“, wünschte er sich. So soll es bald ein Ensemble geben, das allen nach anderthalbjährigem Unterricht zum freien Musizieren offen stehe. Auch wies er auf die Notwendigkeit der Einrichtung einer neuen Stelle im Elementarbereich hin. Es sei aber schwierig, diese zu besetzen.

In Zukunft sollen die Eltern der Musikschüler ihre Interessen noch besser vertreten können. Denn die Verbandsversammlung einigte sich einstimmig darauf, dass die Musikschulleitung bis Ende Juni eine erste Elternversammlung in Billerbeck einberufen soll. Alle Eltern der Musikschüler sind dazu eingeladen, um gemeinsam die Gestaltung einer Elternvertretung vorzubereiten. Billerbecks Bürgermeisterin Marion Dirks, Vorsitzende der Verbandsversammlung, betonte: „Wir müssen die Eltern ernst nehmen mit ihren Ideen und Anregungen. Dadurch kommen wir zu einer guten Zusammenarbeit.“ Sie antwortete damit auf eine Frage von Rudolf Entrup, der sich nach den Möglichkeiten des Einflusses einer Elternvertretung erkundigte. Inge Walfort freute sich, dass sich die Eltern bald aktiv an der Entwicklung der Musikschule beteiligen können. Dr. Thomas Pago sagte: „Das hilft, Konflikte in Zukunft zu entschärfen.“

Wie sich die Eltern einbringen und organisieren wollen, bleibe ganz ihnen überlassen, sagte Marion Dirks. Sie könnten zum Beispiel einmal im Jahr eine Elternvollversammlung einberufen und auch eine Satzung erarbeiten. In dieser könnten regelmäßige Gespräche mit der Musikschulleitung und jährliche Gespräche mit der Zweckverbandsleitung vereinbart werden.

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