Evangelische Kirchengemeinde veranstaltet neue Gottesdienstreihe „andächt-ich“
Individuell, persönlich und interaktiv

Coesfeld. Anders soll sie werden, die neue Gottesdienstreihe „andächt-ich“ der evangelischen Kirchengemeinde einmal im Monat am Sonntagabend. Losgelöst vom üblichen Ablauf. Individueller, interaktiver, persönlicher. „Der Gottesdienst unterscheidet sich deutlich von dem am Sonntagmorgen“, freut sich Pfarrer Gerd Oevermann auf die neue Reihe. Was bleibt, sind das Vater Unser, die Begrüßung und der Segen. Keine Predigt, keine Orgelmusik, keine klassischen Fürbitten. Stattdessen: „Wir werden eher Gitarre, Klavier, Cajon und Klarinette nutzen. Auch die Texte sind wesentlich persönlicher“, so Oevermann. Denn diese stammen direkt aus der eigenen Feder der Gläubigen.

Samstag, 25.01.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 25.01.2020, 11:02 Uhr
Evangelische Kirchengemeinde veranstaltet neue Gottesdienstreihe „andächt-ich“: Individuell, persönlich und interaktiv
Was es mit dem Seil für die neue Gottesdienstreihe „andächt-ich“ der evangelischen Kirchengemeinde ab dem 2. Februar auf sich hat, das wollten die Mitglieder des Vorbereitungsteams noch nicht verraten: (v.l.) Susanne Falcke, Dirk Lenz, Sabine Kucharz, Esther Riemer, Sabine Siemering, Monika Stüber, Martina Strotmann und Gerd Oevermann. Foto: Jessica Demmer

Für jeden Gottesdienst denkt sich das Vorbereitungsteam ein anderes Thema aus. Der Start der neuen Reihe am 2. Februar um 18 Uhr trägt den Titel „Zwischen Glauben und Zweifel“. Dazu fließen die Gedanken, die Fragen, die Überzeugungen und auch die Kreativität der Mitglieder ein – sowohl in längeren Texten als auch in kurzen Fürbitten. Sabine Kucharz beschreibt sie kurz und knackig: „Einfach aus dem Leben gegriffen.“

Die „Teilnehmer“ des Abends, so formuliert es das Vorbereitungsteam ganz bewusst, dürfen mitmachen. Mit eigenen Beiträgen und in interaktiven Elementen. „Durch dieses Format wollen wir auch Gläubige erreichen, die sich sonst in anderen Gottesdiensten nicht so wohl fühlen“, sagt Gerd Oevermann. Im Dezember gab es das erste Vorbereitungstreffen. „Da haben wir uns gefragt, was uns wichtig ist und was anders sein soll.“ Jetzt wird bald der erste Gottesdienst gefeiert. Für die Akteure gleich doppelt spannend, denn neben der Frage, ob er angenommen wird, stehen viele auch zum ersten Mal vorne, wie Sabine Kucharz berichtet. „Es macht unglaublich viel Spaß und wir sind voll motiviert, ich habe aber auch jede Menge Respekt davor.“ Denn durch die persönlichen Texte gebe jeder viel preis von sich, ergänzt Gerd Oevermann. „Aber genau das macht einen solchen Gottesdienst reich und lebendig und in besonderer Weise auch überzeugend.“

Der nächste Termin am 1. März hat das Thema „Sieben Wochen ohne Pessimismus“, am 5. April steht der Gottesdienst unter dem Motto „Wer rollt mir den roten Teppich aus?“. Die weiteren Termine sind der 3. Mai und der 7. Juni, jeweils um 18 Uhr. Weitere Mitglieder im Vorbereitungsteam sind jederzeit willkommen.

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