Ministerin zeichnet Bahnhofs-Neubauprojekt als „beispielhaft“ aus
„Alles richtig gemacht“

Coesfeld. „So ein Spatenstich gegen den Wind ist immer spannend“, lacht Architekt Johannes Evers. Auf Kommando schleudern zwei Frauen und sieben Männer mit Schutzhelmen „Sabine“ freudig den Sand aus einem Haufen, der vor dem Baustellenschild bereitliegt, entgegen. Er fliegt hoch in die Luft. Nach dem Abbruch des alten beginnen damit symbolträchtig die Bauarbeiten für den neuen Coesfelder Bahnhof.

Dienstag, 11.02.2020, 09:06 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 11:33 Uhr
Ministerin zeichnet Bahnhofs-Neubauprojekt als „beispielhaft“ aus: „Alles richtig gemacht“
Erster Spatenstich: (v.l.) Landtagsabgeordneter Wilhelm Korth, Henk Brockmeyer von der Bahn-Entwicklungsgesellschaft NRW, stellvertretender Bürgermeister Gerrit Tranel, NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, Architektin Michelle Evers, Investoren Wolfgang Hoffschlag und Heinrich Temming, Architekt Johannes Evers und Beigeordneter Thomas Backes. Foto: ds Foto: ds

Dazu ist aus Düsseldorf sogar Landesbauministerin Ina Scharrenbach gekommen. „Alles richtig gemacht!“, bescheinigt sie den Coesfelder Ratsmitgliedern, die bekanntlich nach langem Hin und Her den Weg für den Neubau freigemacht hatten. Sehr vorausschauend habe die Stadt Coesfeld eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtstrategie für den gesamten Bahnhofsbereich verfolgt und stehe nun vor der baulichen Abrundung im Herzen der Stadt. „Das finde ich beispielhaft“, betont sie und überreicht dem stellvertretenden Bürgermeister Gerrit Tranel darüber sogar eine Urkunde. Der bemüht in seiner Rede das Bild „vom ersten Eindruck“, der bei einer Begegnung oft über Sympathie oder Antipathie entscheide. In den vergangenen Jahren sei der erste Eindruck beim alten Bahnhof „nicht mehr der beste“ gewesen. Das soll nun anders werden. Ein „neues Tor zur Innenstadt“ entstehe. Er sei überzeugt davon, „dass wir mit unseren heutigen Projektpartnern, mit Unterstützung der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft und der Deutschen Bahn „die Weichen optimal gestellt“ haben. Tranel dankt allen Beteiligten – vor allem auch den Ratsmitgliedern und dem Gestaltungsbeirat: „Ohne ihre Entscheidung, ohne ihr Herzblut stünden wir heute nicht hier.“

Henk Brockmeyer, Geschäftsführer der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW, freut sich mit den anderen Partnern: „Sie schaffen eine qualitätsvolle Visitenkarte für Ihre Stadt.“ Das hört auch Architekt Johannes Evers gern, der die neue Immobilie im Auftrag der H+T Konzeptbau aus Vreden, entworfen hat. Er berichtet, dass es eine echte Herausforderung gewesen sei, den verschiedenen Nutzerinteressen gerecht zu werden. „Zukünftig soll ein urbaner Nutzungsmix das Bahnhofsquartier beleben und als attraktive Adresse beleben“, erklärt er. Neben dem DB-Reisezentrum sollen dort ein Fahrradparkhaus, Gastronomie, Praxen, Büros und Wohnungen entstehen. In Kürze, so berichtet Investor Wolfgang Hoffschlag von H+T sollen die ersten Mietverträge unterschrieben werden. Bis dahin will er Namen und Marken, die dort einziehen werden, noch nicht nennen.

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