Nur SPD und FDP dagegen
Prüfauftrag für „Die nette Toilette“

Coesfeld. In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing-Verein soll geprüft werden, ob das Projekt „Die nette Toilette“ (wir berichteten über den Antrag von Pro Coesfeld) auch etwas für Coesfeld wäre. Nur SPD und FDP stimmten jetzt im Planungsausschuss des Stadtrates dagegen.

Dienstag, 18.02.2020, 06:32 Uhr

„Das ist ein Geschäft, aus dem sich die Stadt raushalten sollte“, meinte Wolfgang Kraska (FDP) – und hatte die Lacher ob der Doppeldeutigkeit auf seiner Seite. Er schob zur allgemeinen Erheiterung noch hinterher: „Und wir wollen auch nicht darüber nachdenken, dass das ein Geschäft der laufenden Verwaltung ist“.

„Uns ist noch nicht zugetragen worden, dass es da ein Problem gibt, dass jemand mal abgewiesen wurde“, berichtete Thomas Stallmeyer (SPD). Wie Kraska sah er das Thema beim Stadtmarketing-Verein gut aufgehoben. Die Politik sollte sich raushalten.

„Nicht jeder traut sich, einfach eine Toilette in einem Café zu benutzen, in dem man nichts verzehrt“, plädierte Hans-Theo Büker (Pro Coesfeld) für „Die nette Toilette“, bei der dann ein entsprechendes Logo an der Eingangstür angebracht würde. „Da kann ich dann hingehen, ohne dass ich schief angeguckt werde“, argumentierte er. Dass die Stadt mit nur zwei öffentlichen Toilettenanlagen nicht gerade üppig aufgestellt ist, meinte auch Gerrit Tranel (CDU). Sein Schwiegervater, der in der Kupferpassage ein Geschäft betreibt, werde oft nach einer Toilette gefragt. Wenn es keine Lösung mit dem Stadtmarketing-Verein gebe, müsse die Stadt das angehen, hob er hervor.

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