Hauptausschuss lehnt Antrag von Pro Coesfeld ab
Mehrheit will Samstagsmarkt in der Fußgängerzone

Coesfeld (ude). Abgelehnt hat der Hauptausschuss den Antrag von Pro Coesfeld, die Verwaltung möge eine Befragung unter den Marktbeschickern durchführen, ob der Samstagsmarkt aus der Fußgängerzone auf den Marktplatz verlegt werden soll – vor allem, damit die Stände nicht die Sicht auf Schaufensterflächen einschränken.

Donnerstag, 20.02.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 08:04 Uhr
Hauptausschuss lehnt Antrag von Pro Coesfeld ab: Mehrheit will Samstagsmarkt in der Fußgängerzone
Frühlingsfest Coesfeld Foto: az

Vertreter nahezu aller Fraktionen hatten, nachdem die Initiative der Wählergemeinschaft bekannt war, ihrerseits mal fix die sechs Beschicker angesprochen und ein eindeutiges Meinungsbild erhalten: Sie möchten nicht zum Marktplatz wechseln – ein Eindruck, den auch die Verwaltung aus einer früheren Befragung und einer noch früheren Testphase mitgenommen hatte.

„Wieso sollen wir eine Befragung machen, wenn alle dafür sind, in der Fußgängerzone zu bleiben“, runzelte nicht nur Elisabeth Borgert (FDP) die Stirn. Auch Thomas Michels (CDU) zeigte sich irritiert: „Das hätte man in sechs Einzelgesprächen schnell lösen können“, kommentierte er den Antrag. Auch wenn es für manchen Geschäftsinhaber in der City nicht angenehm sei, wenn die Stände Teile der Fassade zustellten, so sei doch unbestritten, dass sich durch den Markt die Frequenz in der Fußgängerzone am Samstag erhöht habe.

Die Händler seien erstaunt, dass Pro Coesfeld nicht vorab mit ihnen gesprochen habe, berichtete Erich Prinz (Grüne) von seinen Recherchen. „Der Tenor war eindeutig, dass sie von den Kunden in der Innenstadt profitieren und umgekehrt.“ Ähnliches hatte André Kretschmer (SPD) erfahren. Sein Fazit: „Wir brauchen diesen Markt am Samstag in der Innenstadt.“

Günter Hallay und Uwe Hesse, die zwei Pro-Coesfeld-Vertreter, hielten am Antrag fest. Hallay kündigte an, das Thema in der Fraktion erneut zu besprechen. Das letzte Wort hat der Rat Donnerstag (27. 2., 18 Uhr).

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