Mühlenschänke wechselt den Besitzer
Weichenstellung für neue Gastronomie

Coesfeld. Jetzt kommt Bewegung in den Verkauf von Hotel zur Mühle und Valkenhof. Wie Beigeordneter Thomas Backes (Stadt) gestern auf Anfrage mitteilte, hat der Rat in nichtöffentlicher Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, den denkmalgeschützten Altbau des Hotels zur Mühle, in dem die Mühlenschänke untergebracht ist, an den Coesfelder Unternehmer Helmut Schumacher (Hupfer Metallwerke) zu verkaufen. Gleiches gilt für den Parkplatz zwischen Hotel und Valkenhof und die gepflasterte Fläche, die, eingerahmt von Burgring und Mühlenplatz, unmittelbar an die Terrasse des Valkenhofs angrenzt. In beiden Fällen handelt es sich um städtische Flächen, die an Schumacher veräußert werden sollen. Zu welchem Preis die Immobilien den Besitzer wechseln, wollten weder Backes noch der künftige Eigentümer zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich machen. Nur so viel: Der Wert der Mühlenschänke wurde durch einen Gutachter ermittelt, bei den unbebauten Flächen wurden aktuelle Bodenrichtwerte in Ansatz gebracht.

Samstag, 29.02.2020, 06:03 Uhr
Mühlenschänke wechselt den Besitzer: Weichenstellung für neue Gastronomie
Die Mühlenschänke, die unmittelbar an den Valkenhof grenzt, soll, so ein Beschluss des Stadtrates, an den Coesfelder Unternehmer Helmut Schumacher verkauft werden, der auch den Valkenhof wiederbeleben und zu diesem Zweck beide Gebäude „verheiraten“ möchte. Foto: Christine Tibroni

Helmut Schumacher freute sich über die Ratsentscheidungen. „Damit sind wichtige Weichen für die künftige Nutzung des Valkenhofs gestellt, in dem wir unter anderem ein innovatives gastronomisches Konzept verwirklichen möchten“, sagte Schumacher, ohne weitere Details zu nennen. Jetzt gehe es erst einmal darum, den Kauf der städtischen Immobilien zu besiegeln. Sobald dies der Fall sei, trete der bereits ausgehandelte Kaufvertrag für den Valkenhof in Kraft, so Schumacher, der als Investor und Bauherr auftritt. Im späteren Betrieb nimmt seine Tochter Caroline Schumacher, die nicht nur Betriebswirtin für Hotellerie und Gastronomie, sondern auch gelernte Köchin und Konditorin ist, eine Schlüsselposition ein. Helmut Schumacher rechnet damit, dass im Laufe der nächsten Wochen die vertraglichen Angelegenheiten geregelt werden, zum weiteren Zeitplan machte er keine Festlegungen. „Das hängt auch davon ab, wie schnell Bauantrags- und Baugenehmigungsverfahren laufen. Und man darf nicht vergessen, dass sowohl Mühlenschänke als auch Valkenhof unter Denkmalschutz stehen. Entsprechend sensibel muss man mit den Gebäuden umgehen.“

Zu der Fläche am Mühlenplatz teilte Thomas Backes weiter mit, dass diese auch nach dem Verkauf für Veranstaltungen der Nachbarschaft genutzt werden könne.

Bleibt noch die Frage, was aus dem Neubau des Hotels zur Mühle wird, der derzeit noch über einen Glas-Korridor mit der Mühlenschänke verbunden ist. „Das Objekt wird zu einem Mindestkaufpreis von 452 000 Euro ausgeschrieben“, informierte Backes über den entsprechenden Ratsbeschluss. Neben einem Preisgebot sollen Interessenten auch ein Nutzungskonzept vorlegen. Wie berichtet, hat unter anderem der Verein Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) Interesse an dem Objekt, um es entweder zu Wohnzwecken zu nutzen oder als ein Inklusions-Hotel zu betreiben.

Zur Dauer des Verfahrens sagte Backes, dass nach seiner Einschätzung nicht vor dem Spätsommer oder Herbst mit Ergebnissen zu rechnen sei.

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