Unfall gebaut unter Marihuana-Einfluss
900 Euro Strafe und zehn Monate Führerschein weg

coesfeld (ds). Jüngst hatte der 32-jährige Coesfelder nach eigenem Bekunden noch einem Freund „ein paar Schellen verpasst“, weil der betrunken Auto fahren wollte. Das erzählte der in Russland geborene Mann jetzt freimütig vorm Amtsgericht Coesfeld. Ob er sich umgekehrt jetzt auch ein paar „Schellen“ von dem Kumpel abholen wolle, fragte der Richter ihn belustigt. Denn der junge Mann stand vor ihm, weil er sich am 8. August 2019 selbst unter Drogeneinfluss hinters Steuer gesetzt und dabei sogar einen Unfall verursacht hatte. An der Kreuzung der Osterwicker Straße mit der L 555 war er mit seinem Pkw auf den Wagen einer 30-jährigen Coesfelderin aufgefahren, die ordnungsgemäß vor der Weiterfahrt am Stoppschild angehalten hatte. Menschen kamen dabei zum Glück nicht zu Schaden.

Dienstag, 03.03.2020, 15:42 Uhr

Weil viele dort einfach so abbiegen, ohne anzuhalten, habe er damit nicht gerechnet, verteidigte sich der Mann. Das Gericht führte es aber doch eher auf seine verzögerte Reaktion aufgrund von Marihuana-Konsum am Vorabend zurück. „Das muss starkes Zeug gewesen sein“, kommentierte der Angeklagte ein Gutachten, das ihm noch einen erheblichen Restwert im Blut attestierte.

Seit dem Unfall ist der Führerschein weg. Noch drei Monate, so das Urteil des Richters, muss er darauf verzichten. Außerdem brummte er ihm 900 Euro als Geldstrafe auf. Der Angeklagte war erleichtert: „Ich bin glücklich, dass ich so glimpflich davongekommen bin.“

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