Veranstaltungen laden 2020 zum kulturellen Austausch und Gedenken ein
Vom Freiheitstag bis zur Klangkunst

Coesfeld. 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs steht das Jahr 2020 im Zeichen des Gedenkens. Das spiegelt sich auch in vielen kulturellen Veranstaltungen wider, die in den kommenden Monaten in Coesfeld stattfinden und jetzt im Arbeitskreis (AK) Kultur und Freizeit des Stadtmarketing Vereins vorgestellt wurden.

Dienstag, 10.03.2020, 06:34 Uhr
Veranstaltungen laden 2020 zum kulturellen Austausch und Gedenken ein: Vom Freiheitstag bis zur Klangkunst
Die Synagoge (o.l.) steht im Mittelpunkt mehrerer Projekte in diesem Jahr. So wird dort schon im März und April die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ gezeigt. Passend dazu gibt es Stadtführungen zu Orten, die zum Thema passen wie zum Walkenbrückentor (o.r.). So wie bei diesem Picknick im Schlosspark (u.l.) könnte es auch am Freiheitstag aussehen. Auch in der VHS (u.r.) werden noch Redner zum Kriegsende referieren. Foto: az

0 Bereits am 20. März wird eine Ausstellung in der Synagoge mit dem Titel „Einige waren Nachbarn“ eröffnet. Die Ausstellung wurde von United States Holocaust Memorial Museum initiiert. „Eine Ausstellung, die Zugkraft hat“, ist sich AK-Sprecherin Annette Grütters sicher. Passend dazu wird sie an drei Terminen (21. 3., 3. 4. und 19. 4.) Kombiführungen an Orten anbieten, die Bezug zur Ausstellung haben, in der es um Täterschaft und Widerstand geht.

0 Brigitte Exner, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Coesfeld – De Bilt, steckt zurzeit in den Vorbereitungen für einen gemeinsamen Freiheitstag. Dieser soll am 9. Mai von 11 bis 17 Uhr im Schlosspark stattfinden. „Der Tag steht unter dem Motto ,Picknick im Park’, und alle Bürger sind eingeladen“, sagt Exner. Die Bürgermeister beider Städte werden Ansprachen halten, und auch Schulen sollen beteiligt werden. „Wir feiern 75 Jahre Frieden und Freiheit“, fasst Brigitte Exner zusammen.

0 Vom 22. bis zum 30. August wird eine Klangkunstgruppe in Coesfeld gastieren. „Sechs unterschiedliche Künstler aus ganz Deutschland wollen Coesfeld klanglich erlebbar machen“, berichtet Annette Grütters von dem Projekt, das der Kunstverein Münsterland betreut. Unter den Künstlern ist auch ein junger Israeli, der die Synagoge klanglich in Szene setzen wird. „Wir machen zurzeit Stadtspaziergänge mit den Künstlern, bei denen sie sich die Orte aussuchen“, berichtet Jutta Meyer zu Riemsloh, Vorsitzende des Kunstvereins, von den Vorbereitungen. „Das ist eine spannende Geschichte und mal etwas ganz anderes“, findet Grütters. Auch die Musikschule soll für die Finissage mit ins Boot geholt werden. Ein Flyer soll Interessierten Informationen für den Rundgang an die Hand geben. „Und der Kunstverein ist das Infozentrum“, sagt Meyer zu Riemsloh über das Klangkunstprojekt, das sich aber auch mit anderen Themen und Orten befasst und diese erklingen lässt.

0 Zudem sind zum Ende des Zweiten Weltkriegs auch Vortragsveranstaltungen in Verbindung mit Führungen seitens des Stadtmuseums übers Jahr verteilt geplant. Der Fokus soll nicht nur auf dem Kriegsende, sondern auch auf dem Wiederaufbau liegen. Eine Veranstaltung mit Rednern zu diesem Thema organisiert der Kreisheimatverein in der VHS im WBK am 26. September.

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