Martin-Luther-Schule zieht im August um
Umbau auf der Zielgeraden

Coesfeld. Zum neuen Schuljahr im August werden die Jungen und Mädchen der Martin-Luther-Schule endlich ihr neues Domizil an der Franz-Darpe-Straße beziehen können. „Die Lehrer werden sogar schon vor den Ferien mit dem Umzug beginnen“, ist Jörg Wehrmann vom städtischen Fachbereich Bauen und Umwelt beim Ortstermin sicher, dass der Zeitplan eingehalten werden kann.

Dienstag, 10.03.2020, 10:34 Uhr
Martin-Luther-Schule zieht im August um: Umbau auf der Zielgeraden
Alexander Roß (l., bauleitender Architekt des Büros Steinberg & Koeppen) und Jörg Wehrmann vom Fachbereich Bauen der Stadt, im neuen hellen Foyer, wo derzeit die Decke fertig gestellt wird. Foto: Ulrike Deusch

Knapp zehn Unternehmen sind gerade gleichzeitig auf der Baustelle aktiv, um die ehemalige Jakobischule zur neuen Martin-Luther-Schule umzubauen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, und eins ist schon deutlich zu erkennen: Das Foyer im neuen Anbau wird der Clou. Ein lichtdurchfluteter Raum mit großer Glasfront, leicht und einladend und am Übergang zum Altbau ist ein Stück der einstigen Außenfassade des Jakobischulgebäudes integriert. Ein echter Hingucker, der auch zeigt, was die Herausforderung an dieser Baustelle ist: Umbau und Modernisierung bei gleichzeitiger Beachtung aller Anforderungen des Denkmalschutzes. Zwei Jahre Bauzeit und veranschlagte Baukosten von knapp 6,3 Millionen Euro zeugen von der Besonderheit der Maßnahme.

Der Anbau auf dem ehemaligen Schulhof steht schon fast ein Jahr, jetzt laufen die letzten Fassadenarbeiten am Altgebäude, das aus den 30er Jahren stammt. „Wir gehen davon aus, dass in etwa 14 Tagen die Gestaltung der Außenanlagen beginnen kann“, kündigt Alexander Roß als bauleitender Architekt des Büros Steinberg & Koeppen an. Links vom Gebäude – von der Franz-Darpe-Straße aus gesehen – werden die Schüler demnächst ihre Fahrräder abstellen und von dieser Seite aus das Foyer im Neubau betreten. Hier wird gerade die Decke fertig gestellt. Im Neubau sind die OGS samt Küche und Mensa untergebracht, außerdem zwei Klassen mit Nebenräumen und weitere Mehrzweckräume.

Auch im Altbau liegen in jedem der drei Geschosse zwei Klassen mit Nebenräumen, und auch hier gibt es multifunktionale Räume. Umfang und Ausstattung folgen den völlig veränderten Anforderungen an moderne pädagogische Konzepte und digitales Arbeiten. Zweizügig wird die Martin-Luther-Schule geführt – und das entspricht auch den Anmeldewünschen der Eltern fürs kommende Schuljahr.

Der Altbau ist energetisch komplett saniert worden, hat zum Teil neue Fenster und ein neues Dach, ein modernes Lüftungssystem und eine neue Heizung bekommen. Vor dem Hintergrund der Inklusion ist ein Aufzug eingebaut worden. „Jetzt folgen noch die restlichen Putz- und Malerarbeiten“, kündigt Jörg Wehrmann an. Auch die Fußböden fehlen zum Teil noch und die Einbauten in den Bereichen Heizung, Lüftung und Sanitär.

Viel Arbeit gibt es noch im Souterrain in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Jakobischule, wo Verwaltung und Lehrerzimmer entstehen. Erst wenn all diese Arbeiten abgeschlossen sind, kündigt Jörg Wehrmann an, werden die Schätze im Altbau freigelegt, die Spanplatten jetzt schützen: Teile des alten Steinfußbodens, die Handläufe im Treppenhaus und Fliesen im Lehrerzimmer. Und dann kommen auch die alten Eingangstüren aus der Werkstatt zurück, wo sie gerade aufgearbeitet werden.

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