Maßnahmen der Stadt gegen die Verbreitung des Corona-Virus
Hallenbad, Museen Co. geschlossen

Coesfeld. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat weitere Schutzmaßnahmen festgelegt, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern. „Seit vorgestern dürfen nur noch zwingend notwendige Veranstaltungen durchgeführt werden“, informiert Bürgermeister Heinz Öhmann.

Sonntag, 15.03.2020, 14:42 Uhr aktualisiert: 15.03.2020, 20:32 Uhr
Maßnahmen der Stadt gegen die Verbreitung des Corona-Virus: Hallenbad, Museen Co. geschlossen
Neben vielen weiteren städtischen Einrichtungen ist auch das CoeBad ab sofort geschlossen. Foto: Archiv

„Auch hier in Coesfeld gilt: Halten Sie, wo immer es geht, räumlichen Abstand und vermeiden Sie soziale Kontakte. Nehmen Sie bitte gleichzeitig Ihre Mitmenschen in den Blick: Wer braucht jetzt Hilfe und Unterstützung? Jetzt ist die Stunde der Solidarität und des Miteinanders in den Familien und Nachbarschaften, in den Betrieben und in unserer Stadtgemeinschaft.“

Zwingend notwendig ist eine Veranstaltung insbesondere, wenn sie der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfürsorge oder der -vorsorge dienen. Alle anderen Veranstaltungen sind ohne Rücksicht auf die Teilnehmer- und Besucherzahl abzusagen und nicht durchzuführen.

Das Bürgerbüro und die Dienststellen der Stadtverwaltung sind weiterhin geöffnet. Auch das Bürgerbüro bleibt zu den gewohnten Öffnungszeiten im Rathaus erreichbar, die Nebenstelle Lette bleibt allerdings geschlossen.

Grundsätzlich gilt: Bürgerinnen und Bürger werden ausdrücklich gebeten, die Besuche auf das zwingend Notwendige zu reduzieren und Anliegen vermehrt per Telefon und E-Mail sowie über den Postweg zu regeln oder aufzuschieben.

Ab Montag werden dazu separate Besprechungsräume vorbereitet. Besucher des Bürgerbüros werden allerdings gebeten, nur noch einzeln einzutreten.

Auch die Geschäftsstelle der Volkshochschule (VHS) bleibt zu den üblichen Zeiten erreichbar. Die VHS-Kurse und der Betrieb der Musikschule ruhen. Teilnehmende, die am Montag (16. 3.) noch ins WBK kommen, werden nach Hause geschickt.

Das Abwasserwerk im Stadtwerkegebäude an der Dülmener Straße bleibt telefonisch erreichbar unter Tel. 929-333. Betroffen sind auch die Ausstellungen in den städtischen Räumlichkeiten: Auch das Stadtmuseum „Das Tor“ und die Ausstellungen in der ehemaligen Synagoge und in der VHS bleiben bis Ende April geschlossen.

Das Coesfelder Hallenbad wird ab morgen geschlossen sein – genau wie das Lehrschwimmbecken in Lette.

Abgesagt wurde das städtische Ferienprogramm für die Osterferien – genauso wie der Sportbetrieb in den Turnhallen. Das Jugendhaus Stellwerk bleibt ebenfalls geschlossen.

Die Stadtbücherei und das Stadtarchiv haben morgen (16. 3.) ohnehin zu. Wie es weitergeht, soll auf Kreisebene einheitlich entschieden werden. Die digitale Onleihe bietet eine gute Alternative, wie die Stadt mitteilt. Ausgeliehene Medien können neben dem Eingang in der Rückgabe-Box abgegeben werden. Wer möchte, kann die Bücher, CDs oder Filme auch noch behalten: Die Ausleihfristen verlängern sich automatisch.

Zu klären sei noch, ob private Einrichtungen oder Zusammenkünfte, mit deren Besuch typischerweise ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Virus verbunden ist (zum Beispiel Fitness-Center, größere Feierlichkeiten oder Ähnliches) ebenfalls ordnungsbehördlich untersagt werden. Dazu wird noch eine Abstimmung auf Kreisebene erfolgen.

Die Stadt Coesfeld werde fortlaufend weiter informieren, heißt es.

Die Maßnahmen beruhen auch auf weiteren Einschränkungen, die die Landesregierung zur Abwehr der Corona-Pandemie am Sonntag beschlossen hat. Ein Erlass des Gesundheitsministeriums untersagt ab diesem Montag alle „Amüsierbetriebe“: Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Bordells müssen schließen, ebenso Kinos, Museen und Theater. Ab Dienstag gilt dies auch für Fitness-Center, Schwimmbäder und Saunen. Dann müssen auch Sportvereine und anderen Sportangebote ihre Arbeit einstellen. Gleiches gilt für Volkshochschulen, Musikschulen und anderen Bildungseinrichtungen.
Der Zugang zu großen Einkaufszentren ist nur noch zur Deckung des dringenden Bedarfs erlaubt. Die tägliche Versorgung bleibt sichergestellt: Einzelhandel, Lebensmittel- und Futtergeschäfte, Drogerien, Apotheken und Banken bleiben geöffnet. Strenge Vorgaben soll es für die Gastronomie geben.

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