Schulleiter begrüßen Verschiebung der Abiklausuren um drei Wochen
„Das bringt Ruhe in die Vorbereitung“

Coesfeld. Nun haben die angehenden Abiturienten Klarheit – nicht nur, dass ihr Abi stattfinden wird, sondern auch in welchem Zeitraum. Vom 12. bis 25. Mai sollen die Prüfungen nun abgelegt werden, wie NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer am Freitagmorgen verkündete. Damit wird die Klausurphase um drei Wochen nach hinten verschoben – was die Schulleiter der drei Coesfelder Gymnasien unisono begrüßen.

Samstag, 28.03.2020, 07:10 Uhr
Schulleiter begrüßen Verschiebung der Abiklausuren um drei Wochen: „Das bringt Ruhe in die Vorbereitung“
Die Abiturienten haben nun drei Wochen länger Zeit, sich auf die Abiturprüfungen vorzubereiten. Diese finden vom 12. bis 25. Mai statt, wie NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer am Freitagmorgen bekannt gab. Die Vorgaben des Infektionsschutzes sollen berücksichtigt werden. Foto: dpa

Als zu erwartende und gleichwohl sinnvolle Entscheidung schätzt Angela Bülo die Verschiebung der Klausuren ein. „Das bringt Ruhe in die Prüfungen und in die Vorbereitungszeit“, findet die Schulleiterin des Gymnasiums Nepomucenum. So sieht es auch Christian Krahl: „Ich halte es für eine sehr gute Regelung, mit der wir alle gut leben können“, betont der Schulleiter des Heriburg-Gymnasiums, dass die Schüler bislang „extrem verunsichert“ gewesen seien, nun aber Klarheit hätten. Ebenso begrüßt Dr. Norbert Just die Nachricht aus dem Schulministerium. „Das gibt uns mehr Zeit für die Organisation“, meint der Schulleiter des St.-Pius-Gymnasiums, wo bereits alle Vorklausuren geschrieben worden seien. Nun müsse man die Exit-Strategie der Bundesregierung abwarten, um weitere Schritte planen zu können. So sei angesichts der derzeitigen Lage noch völlig unklar, wie die Abiturfeierlichkeiten ausgetragen werden können, die am Pius für den 20. Juni angesetzt waren. „Ob dann schon wieder 350 Schüler und Eltern nebeneinander in unserer Aula sitzen dürfen, kann man jetzt noch gar nicht sagen“, gibt Just zu bedenken.

Auch für Angela Bülo habe es nun Priorität, ihre „Schüler zu einem guten Abschluss zu bringen“ und betont: „Erst der Abschluss, dann die Feier“. Die Situation erfordere eine sorgfältige Planung, doch Bülo sehe dem nun gelassen entgegen. Christian Krahl vermutet zwar, dass die gesamte Organisation aufgrund der Umstände „mit Sicherheit eng wird“, aber auch er ist zuversichtlich, seine Schüler zu einem ordentlichen Abitur führen zu können.

Die Prüfungen sollen laut Gebauer „unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes“ stattfinden. Die genauen Termine für die einzelnen Fächer werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

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