Älterer Mann war vorher im Krankenhaus noch symptomfrei
Corona-Fall in der Kurzzeitpflege am St.-Katharinenstift

Coesfeld. Ein älterer Mann, der bis Dienstag in der Kurzzeitpflege des St.-Katharinenstifts betreut wurde, ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Diese Information unserer Zeitung bestätigte Jochen Fallenberg, Geschäftsführer der Christophorus Altenhilfe GmbH, auf Nachfrage. Wie er erklärte, kam der Mann aus dem Krankenhaus. Dort habe es aber „zunächst keinerlei Anzeichen für eine Infektion“ gegeben. Trotzdem wurde der Mann in der Kurzzeitpflege zunächst isoliert – das geschieht grundsätzlich 14 Tage lang bei allen Neuaufnahmen ins Heim, um das Gesamtrisiko für die Einrichtung zu minimieren. Fallenberg stellte aber klar: „Es gibt keine 100-Prozent-Garantie.“ So zeigte der Mann schließlich auf der Kurzzeitpflege-Station, die räumlich von den anderen Wohnbereichen des Heims getrennt ist, doch noch Symptome einer Corona-Infektion. Daraufhin ist er sofort getestet worden – mit positivem Ergebnis. Weil sein Zustand kritischer wurde, ist er am Dienstag ins Dülmener Krankenhaus eingeliefert worden.

Mittwoch, 01.04.2020, 22:32 Uhr
Älterer Mann war vorher im Krankenhaus noch symptomfrei: Corona-Fall in der Kurzzeitpflege am St.-Katharinenstift
Das St.-Katharinenstift verzeichnet in seinem Kurzzeitpflege-Bereich den ersten Covid-19-Fall. Der Mann ist ins Krankenhaus nach Dülmen gebracht worden. Foto: Detlef Scherle

Durch die Isolierung des Mannes ist das Ansteckungsrisiko für Mitarbeiter und andere Bewohner „so gering wie möglich“ gehalten worden, bekräftigte Fallenberg. „Die betreffenden Mitarbeiter waren speziell mit Schutzkleidung geschützt, um sich auch selbst nicht anzustecken“, erläuterte der Geschäftsführer. Bis jetzt sind auch keine weiteren Infektionen in dem Heim aufgetreten – weder bei Bewohnern, noch bei Mitarbeitern.

Um Fälle wie den im Katharinenstift zu verhindern, machen die Christophorus-Kliniken mittlerweile bei allen Patienten, die in ein Altenheim entlassen werden sollen, einen Corona-Test. Die Heime ihrerseits nehmen Personen auch nur dann wieder oder neu auf, wenn ein aktueller negativer Test vorliegt. „Wie bei jedem Test“, erklärte Fallenberg, „ist er aber nur eine Momentaufnahme und kann in Abhängigkeit der unterschiedlichen Krankheitsverläufe keine Sicherheit garantieren“. Deshalb gebe es zusätzlich – auch im Laurentius-Stift, das ebenfalls zur Christophorus Altenpflege GmbH gehört – die vierzehntägige Quarantäne.

Wie werden die Bewohner im Heim sonst geschützt? „Wir versuchen jeden Kontakt nach außen nach Möglichkeit zu vermeiden, um die besonders gefährdete Gruppe in den Pflegeeinrichtungen zu schützen“, berichtete Fallenberg. Und: „Bewohner von Seniorenheimen leben inzwischen konsequent getrennt voneinander in ihren eigenen Zimmern, Gruppenangebote entfallen.“

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