Zentrale Termine für die ganze Region in den Osterferien in Coesfeld
DRK strukturiert Blutspende wegen Corona um

Coesfeld. „Für uns geht es jetzt darum, die richtige Balance zu finden“, beschreibt Stephan David Küpper vom DRK-Blutspendedienst West die Situation. Auf der einen Seite fänden zurzeit wegen Corona weniger geplante Operationen in den Krankenhäusern statt – darum werde auch weniger Blut benötigt. Auf der anderen Seite werde der Bedarf nach der Krise wohl wieder sprunghaft ansteigen. „Dann müssen wir von jetzt auf gleich wieder hochfahren“, erklärt er. Darum und auch wegen der gestiegenen Sicherheitsanforderungen beim Blutspenden strukturiert das Rote Kreuz die Spende-Termine derzeit um. Statt vieler kleinerer Spenden-Orte wie in Coesfeld das DRK-Heim, die aufgrund der räumlichen Verhältnisse Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Abstandsregeln mit sich bringen, will es auf zentrale Spendenorte für ganze Regionen umstellen.

Freitag, 03.04.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 15:02 Uhr
Zentrale Termine für die ganze Region in den Osterferien in Coesfeld: DRK strukturiert Blutspende wegen Corona um
Das Schulzentrum an der Holtwicker Straße soll zentraler Anlaufpunkt für Blutspender aus der gesamten Region sein. Foto: Detlef Scherle

„Wir schreiben zu diesen Terminen dann täglich gezielt Spender an“, berichtet seine Kollegin Claudia Müller. Ziel dabei ist, dass längere Wartezeiten vermieden werden. Was sonst bei den normalen Terminen schon mal passiert. So standen auch beim letzten Termin in Coesfeld die Spender – im korrekten Abstand – in einer langen Schlange vor dem DRK-Heim fast bis an die Münsterstraße.

Für Coesfeld sind die ersten zentralen Spendetermine in den Ferien geplant. Gebeten, daran teilzunehmen, werden nicht nur Coesfelder, sondern auch Spendenwillige aus dem weiteren Umfeld. „Das reicht bis nach Rorup und Hohenholte“, erläutert Müller. Stattfinden werden die zentralen Termine im Schulzentrum an der Holtwicker Straße. Bei allen Terminen, so Küpper, werden die Abläufe den Corona-Rahmenbedingungen angepasst. „Wir machen sie so sicher wie eben möglich.“

Dazu gehört auch, dass keine Blutspendebusse mehr eingesetzt werden: „Darin könnten wir die Abstandsregeln nicht einhalten.“ Aus diesem Grund müssten oft auch die Termine an anderen teils traditionellen Spendenorten eingestellt werden. „Viele sind baulich einfach zu klein.“ Die Liegen müssten jetzt 1,5 bis 2 Meter auseinanderstehen. „Das ist dort häufig nicht möglich“, so Küpper, oder es passten nicht mehr so viele Liegen hinein.

Bei den potenziellen Spendern werde nun schon im Eingangsbereich die Temperatur gemessen. Sie werden auch nicht mehr nur gefragt, ob sie in den vergangenen Wochen in Risikogebieten waren: „Alle, die in den letzten vier Wochen im Ausland waren, werden nicht zugelassen“, erläutert er. Die Helfer achteten auf größtmögliche Hygiene. So gebe es Stationen, an denen die Teilnehmer ihre Hände desinfizieren können. „Der Kaffeeklatsch im Anschluss muss auch entfallen“, so Küpper – dafür würden die Spender mit einem Proviantpäckchen nach Hause geschickt. Der Blutspendedienst freut sich, dass die Spendenbereitschaft trotz Corona hoch ist. „In den letzten 14 Tagen hatten wir bei den Terminen großen Andrang.“ Viele wollten gerade in dieser Zeit etwas Gutes tun.

7 Mittwoch (8. 4.) und Donnerstag (9. 4.) sind die Holtwicker eingeladen, Dienstag (14. 4.) die Roruper und Hövener, Mittwoch (15. 4.) die Darfelder, Donnerstag (16. 4.) die Coesfelder, Freitag (17. 4.) die Osterwicker; immer 15.30 bis 20.30 Uhr.

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