Marcel Pieper arbeitet seit einem Jahr in neu geschaffener Position des Tierschutzvereins
Vom Azubi zum Geschäftsstellenleiter

Lette. Seit einem Jahr ist Marcel Pieper jetzt Geschäftsstellenleiter des Tierschutzvereins Coesfeld, Dülmen und Umgebung. Diese Stelle wurde damals neu geschaffen, da der Verwaltungsaufwand für den ehrenamtlichen Vorstand zu umfangreich wurde. Der 32-Jährige hat bereits seine Ausbildung zum Tierpfleger im Tierheim in Lette absolviert, wurde schließlich stellvertretender Tierheimleiter und vor einem Jahr dann Geschäftsstellenleiter. Über seinen Start, angestoßene Projekte und weitere Ziele hat er mit Redaktionsmitglied Jessica Demmer gesprochen.

Dienstag, 07.04.2020, 16:02 Uhr
Marcel Pieper arbeitet seit einem Jahr in neu geschaffener Position des Tierschutzvereins: Vom Azubi zum Geschäftsstellenleiter
Marcel Pieper ist seit einem Jahr Geschäftsstellenleiter des Tierschutzvereins. Schon seine Ausbildung zum Tierpfleger hat er im Tierheim in Lette absolviert. Foto: Archiv

Sie sind jetzt seit einem Jahr in der damals neu geschaffenen Position. Ein erstes Fazit?

Marcel Pieper: Bislang lief es ganz gut. Es war nur doch etwas mehr Verwaltungsaufwand als ich anfangs vermutet hatte (lächelt). Daher mussten einige Projekte noch warten.

Was sind denn Ihre generellen Aufgaben?

Marcel Pieper: Ich kümmere mich um die Buchhaltung, die Finanzen, ich stelle Anträge für Förderungen, akquiriere Gelder und bin zuständig für die Mitgliederverwaltung. Da schreibe ich zum Beispiel Einladungen oder Spendenquittungen. Außerdem kümmere ich mich um die Abrechnungsbetreuung der neuen Katzenschutzverordnung.

Konnten Sie auch schon konkrete Projekte umsetzen, die Sie sich vorgenommen hatten?

Marcel Pieper: Ich habe mich um eine Online-Mitgliedschaft für unseren Verein gekümmert, sodass auch online Spenden möglich sind. Wir sind auch in neue Verhandlungen mit den Städten hinsichtlich der Unterbringung von Fundtieren gegangen. Wir bekommen dafür bestimmte Pauschalbeträge. Damit erzielen wir keine Gewinne, können aber zumindest kostendeckend arbeiten. Außerdem habe ich in Zusammenarbeit mit dem Vorstand eine Hundeschule mit Hundetrainer Florian Symanzig zu uns geholt und ein Konzept dafür erarbeitet. So bieten wir zum Beispiele eine Sprechstunde für diejenigen an, die einen Hund aus unserem Tierheim zu sich nach Hause holen und noch keine Erfahrung haben. Es gibt auch eine Sprechstunde für externe Personen, die kein Tier von uns aufgenommen haben.

Das ist schon eine Menge. Was waren denn die Projekte, die noch warten mussten, wie Sie eingangs erwähnten?

Marcel Pieper: Ich würde gerne eine Broschüre für Hunde- und Katzenerstbesitzer erstellen. Auch mit Informationen zum Tier selbst. Außerdem ist es uns natürlich immer ein Anliegen, neue Mitglieder zu werben und dafür neue Wege zu erschließen.

Wie sind denn die ersten Projekte angelaufen?

Marcel Pieper: Vieles läuft noch nicht so lange, als dass sich jetzt schon ein Fazit ziehen lassen könnte. Aber das System für unsere Online-Spenden funktioniert schon sehr gut.

Bei so vielen Tieren, denen Sie bei der Arbeit begegnen, haben Sie auch zu Hause welche?

Marcel Pieper: Leider bleibt mir dafür nicht die Zeit. Ich studiere nebenbei BWL, eine gute Ergänzung zu meinem Beruf. Wenn ich aber die Zeit hätte für ein Tier, dann würde ich mir einen Hund zulegen.

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