Firma Teka zieht mit rund 120 Mitarbeitern von Velen nach Coesfeld um
Vom Otterkamp kommen bald Absauganlagen

Coesfeld. Das ist mal eine richtig gute Nachricht für Coesfeld inmitten der Corona-Krise: Im Gewerbegebiet Otterkamp siedelt sich noch in diesem Jahr ein Unternehmen mit rund 120 Mitarbeitern an. Die Firma Teka, die zurzeit noch in Velen Absaug- und Filteranlagen für Industriearbeitsplätze produziert, zieht in die ehemaligen Hallen des stillgelegten Halco-Werks am Millenkamp ein. Die blau-weißen Teka-Fahnen wehen dort bereits. „Zurzeit werden die Hallen umgebaut, die Büroräume renoviert“, berichtet Unternehmenssprecherin Katrin Herbers auf AZ-Nachfrage. Einen genauen Termin, wann die Produktion in Coesfeld anläuft, gibt es noch nicht. „Ziel war es ursprünglich, Mitte des Jahres umzuziehen“, erklärt Geschäftsführer Simon Telöken, der Sohn des Unternehmensgründers Erwin Telöken. „Aufgrund des Coronavirus wird daraus so schnell aber wohl nichts“, meint er. Er sieht da auch gar keinen Zeitdruck: „Wir können vorerst in Velen weiterproduzieren.“

Mittwoch, 29.04.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 13:08 Uhr
Firma Teka zieht mit rund 120 Mitarbeitern von Velen nach Coesfeld um: Vom Otterkamp kommen bald Absauganlagen
Die neuen Fahnen wehen schon am ehemaligen Halco-Standort im Gewerbegebiet Otterkamp. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten laufen. Der Umzug wird in der zweiten Jahreshälfte angepeilt. Foto: az

Warum geht das Unternehmen nach 25 erfolgreichen Jahren aus Velen weg, wo es einer der größten Arbeitgeber ist und eine schmerzliche Lücke – nicht nur als Gewerbesteuerzahler – hinterlässt? „Wir haben versucht, hier in Velen Optionen zu finden, unser wachsendes Unternehmen zu beheimaten“, erklärt Telöken junior. Da habe sich aber keine Chance ergeben. Man hätte sich auf mehrere Standorte in der Stadt verteilen müssen. „In Coesfeld“, nennt er den großen Vorteil, „können wir alles an einem Ort verbinden.“ Dort stünden 12 000 Quadratmeter Hallenfläche auf einem 46 000 Quadratmeter großen Grundstück zur Verfügung. Das heißt: Bei Bedarf kann auch noch erweitert werden.

Geplant ist nach seinen Angaben, sich im Gewerbegebiet Otterkamp komplett neu aufzustellen. „Diese Bündelung aller Kräfte am neuen Standort wird unter anderem einhergehen mit einer digitalen Prozessoptimierung auf allen Ebenen, die zu weiterer Effizienzsteigerung führt und zur Zukunftssicherung des Unternehmens beiträgt.“

Mut und stetiger Innovationsgeist prägten auch bisher schon die Geschichte des Unternehmens. „Wir haben immer ausgetretene Pfade verlassen und hatten keine Angst, auch mal mit einer Idee zu scheitern“, erinnert sich Senior-Chef Erwin Telöken. Denn aus Misserfolgen, lächelt der 56-Jährige, erwachse bekanntlich Größeres.

Bis heute setzt das Unternehmen mit Neuentwicklungen Trends, die sich als Standards am Markt durchsetzen. Ein Beispiel dafür ist die so genannte Filtercube, eine der am stärksten nachgefragten Filteranlagen von Teka. Sie gilt in Branchenkreisen als Allrounder für die Filterung von Rauch und Stäuben. Der Firma kommt entgegen, dass Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz derzeit hoch im Kurs steht. Viele Betriebe investieren in gesunde Arbeitsplätze, um Fachkräfte gewinnen und halten zu können.

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