Tobias Kleine verkauft auch weiterhin Photovoltaik-Anlagen
Zwischen Investitionswunsch und vorsichtiger Zurückhaltung

Coesfeld (jd). Bei Tobias Kleine hält es sich noch die Waage. Mit seiner Firma Smart Solar bietet er ganzheitliche Energiesparkonzepte an, verkauft und montiert Solaranlagen, Infrarotheizungen und bietet zudem Luftaufnahmen und -vermessungen von zum Beispiel Dächern via Drohne an. „Es gibt Kunden, die jetzt durch ihr Homeoffice oder Kurzarbeit viel mehr Zeit haben, sich mit dem Thema Energiesparen auseinander zu setzen und zu schauen, wie sie ihr Geld sinnvoll investieren können. Andere wiederum sind derzeit sehr zurückhaltend und wollen abwarten, wie sich die allgemeine und ihre eigene wirtschaftliche Lage entwickelt“, fasst der Firmengründer zusammen. Natürlich sei eine Solaranlage immer noch ein Luxus. Der sich aber lohne, wie Tobias Kleine betont. Wirtschaftliche Einbußen verzeichnet er in dieser aktuellen Lage noch nicht.

Montag, 11.05.2020, 10:36 Uhr
Tobias Kleine verkauft auch weiterhin Photovoltaik-Anlagen: Zwischen Investitionswunsch und vorsichtiger Zurückhaltung
Mit seiner in 2019 gegründeten Firma „Smart Solar“ verkauft Tobias Kleine auch weiterhin Solaranlagen für Unternehmen und Privatkunden. Während die einen jetzt Zeit haben, sich mit Investitionen auseinanderzusetzen, sind andere eher noch zurückhaltend und warten die wirtschaftliche Entwicklung ab. Foto: Privat

Dazu habe auch beigetragen, dass er früh reagiert habe. „Als sich die Krise abzeichnete, habe ich rechtzeitig noch ein paar Module und Haltesysteme gekauft. Da bin ich jetzt bis September ganz gut ausgerüstet“, sagt der gelernte Dachdecker und Anlagenmechaniker. Tatsächlich sei es aktuell schwieriger, rechtzeitig an Material zu kommen. „Einige Speditionen sind überlastet, Lieferungen kommen nicht mehr in der angegebenen Zeit.“ Doch das sei kein Problem.

Bundesweit ist Tobias Kleine tätig, sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen. Dienstreisen lassen sich wegen der praktischen Tätigkeit nicht verschieben. „Gerade in dieser Woche musste ich nach Hamburg, wo wir eine große Anlage montiert haben.“ Bevor er zu seinen Kunden fährt, ruft er an und erinnert an die Abstandsregeln. „Wir haben uns auch Masken mit unserem Firmenlogo besorgt, die wir aufsetzen, wenn wir ins Gebäude müssen.“ Die Kunden hätten nicht nur Verständnis, sondern würden sich auch gut aufgehoben fühlen. „Wenn wir unterwegs im Auto sind, schauen wir, dass wir die Personen reduzieren können“, nennt Kleine, der noch zwei Angestellte hat, eine weitere Maßnahme.

Seine Firma hat er erst 2019 gegründet, in der Branche ist er bereits seit 18 Jahren tätig, hat seinen Meister als Solarteur. Sorge um seine Firma hat er wegen der Situation noch nicht. Im Gegenteil. „Ich musste jetzt größere Räume für meine Arbeitsmaterialien und die Ware anmieten.“ Und dennoch bleibt Tobias Kleine vorsichtig: „Ich bin ständig im Austausch mit den Lieferanten und behalte die Lage im Blick, um die Termine für Montagen und Beratungsgespräche mit den Kunden gewährleisten zu können.“

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