Markus Krebs zu Gast im Coesfelder Autokino
Hupkonzert für den Kult-Komiker

Coesfeld. Normalerweise wird Markus Krebs nach einem Auftritt mit lautstarkem Beifall und stehenden Ovationen verabschiedet. Normalerweise. Doch was ist in diesen Tagen schon normal? Auf dem Fabrikgelände am Dreischkamp unterhielt der Kabarettist am Freitag und Samstag jeweils 320 Fans, die artig nur zu zweit in ihren Autos gekommen waren.

Dienstag, 12.05.2020, 13:08 Uhr
Markus Krebs zu Gast im Coesfelder Autokino: Hupkonzert für den Kult-Komiker
Mit seiner „Best of Autokino Tour“ war Kult-Komiker Markus Krebs auch im Coesfelder Autokino zu Besuch und sorgte trotz ungewohnten Set-ups für beste Unterhaltung. Foto: Marco Steinbrenner

Ein lautstarkes Hupkonzert begleitete den Duisburger die wenige Meter aus dem Backstage-Bereich hinauf zur kleinen Bühne. In Zeiten der Corona-Krise das neue Zeichen der Anerkennung, wenn Künstler nicht mehr in Hallen vor Tausenden Menschen auftreten, sondern in einem Autokino vor 160 Fahrzeugen ihr Unwesen treiben. Markus Krebs lieferte ein Best-of seiner bisherigen Programme. Immer wieder gönnte er sich einen Schluck aus der mit alkoholfreiem Gerstensaft gefüllten Pulle. Seine Fans nutzten die kurze Unterbrechung, um ein Hupkonzert anzustimmen.

Witze mit Autos durften natürlich auch nicht fehlen: Auf die Frage, ob man lieber ein geiles Auto oder eine geile Frau hätte, würden 52 Prozent mit Benziner und 48 Prozent mit Diesel antworten. Am Ende des 90-minütigen Auftritts blieb noch Zeit, um die Top 10 seiner Lieblingswitze zu präsentieren. So ganz ernst nahm es Markus Krebs mit der Reihenfolge aber nicht. „Bei welcher Nummer sind wir jetzt eigentlich? Ok. An fünfter Stelle nehme ich mal den hier...“

Bereits knapp zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn hatten sich die ersten Fans vor dem Gelände eingefunden, um später die besten Plätze für sich und ihr Fahrzeug zu erhaschen. „Wir wollten Krebs natürlich nicht nur auf der großen Leinwand, sondern schon ganz gerne auch direkt auf der Bühne sehen“, erzählt Damian Kleinert, der aus Mettmann angereist war und gemeinsam mit seiner in Münster lebenden Freundin Sara Mühlenbäumer aufmerksam in Reihe zwei über die Frequenz 92,5 im Auto den Geschichten lauschte. „Das Ambiente war ungewohnt. Trotzdem herrschte hier eine gute Stimmung“, ergänzt Mühlenbäumer. „Obwohl viele Witze natürlich schon bekannt waren, würde ich den Abend als gelungen bezeichnen.“

Das Liebespaar hatte bei der Ticketbestellung direkt Popcorn und Nachos geordert, die bei der Einlasskontrolle ausgehändigt und anschließend im Auto verspeist wurden. So sieht Kino-Flair in Corona-Zeiten aus.

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