Werbeagentur brands and friends® setzt noch stärker auf Digitales
„Menschlich näher zusammengerückt“

Coesfeld. War die Digitalisierung schon vor der Krise ein wichtiges Stichwort in der Werbebranche, so hat es für die Agentur brands and friends® durch die Pandemie und die mit ihr verbundenen Änderungen im Arbeitsalltag noch einmal mehr Dynamik gewonnen. „Vielen Unternehmen wurde durch das Virus die Bedeutung erst richtig bewusst“, so Geschäftsführer Jochen Hollemann. „Es hat sie aus ihren Komfortzonen gelockt, gerade auch im Bereich Marketing und sie veranlasst, neue Strukturen zu schaffen.“

Sonntag, 24.05.2020, 11:18 Uhr
Werbeagentur brands and friends® setzt noch stärker auf Digitales: „Menschlich näher zusammengerückt“
In der Werbeagentur brands and friends läuft zurzeit viel über Videotelefonie. Sowohl mit den Kunden, die in ganz Deutschaland sitzen, als auch unter den Kollegen, so wie hier im Uhrzeigersinn von oben links: Jochen Hollemann, Julia Mallwitz, Simon Rölver und Marike Möllenkotte. Foto: Privat

So erschließt er als zertifizierter Berater mit seinem Team zum Beispiel über das Förderprogramm „Go Digital“ der Bundesregierung die Märkte seiner Kunden digital. Soll heißen: „Wir richten für den Obst- und Gemüsehändler einen Onlineshop ein oder automatisieren für Beratungsunternehmen ihre Prozesse, von der Terminvereinbarung bis zu hin zur Videosprechstunde“, nennt Jochen Hollemann nur einige Beispiele der Arbeit, die von einer Markenkonzeption inklusive Visualisierung und Logo bis hin zur Führung der Marke nach dem Aufbau reicht.

Auch für brands and friends® hat das Coronavirus Veränderungen mit sich gebracht. „Gerade am Anfang musste ich schnell viele Entscheidungen treffen. Das war wirklich schwierig, ich hatte ja nicht so viel Pandemie-Erfahrung“, sagt er mit einem Zwinkern. Aber zum Glück hätten sich die Entscheidungen als richtig erwiesen. „Alle Mitarbeiter sind ins Homeoffice gegangen. Das war schon vorher Teil unseres Arbeitsalltags, technisch also kein Problem. Dass sich aber plötzlich alle zuhause befanden, war dann aber doch neu.“ Kurzarbeit musste er ebenfalls für fünf Mitarbeiter anmelden, die im März und April nur mit reduzierter Stundenzahl gearbeitet haben. „Wir haben einen großen Kunden, der ein deutschlandweites Filialnetz betreibt, verloren, weil er durch den Lockdown Insolvenz anmelden musste. Das hat für erhebliche Zahlungsausfälle gesorgt.“

In diesem Zuge habe Jochen Hollemann auch die Soforthilfe der Bundesregierung beantragt und bewilligt bekommen. „Das konnte schon einen Teil der Verluste ausgleichen.“ Das Neukundengeschäft sei ebenfalls anfänglich eingebrochen, laufende Projekte wurden angehalten, sowohl in der medizinischen Branche als auch in der Industrie. „Ein Teil unserer Werbemaßnahmen konzentriert sich auch auf Recruiting, also Mitarbeitergewinnung. Das war natürlich zuletzt nicht gefragt.“

Für eine dennoch gute Auftragslage habe ihr tägliches „Brot- und Buttergeschäft“ gesorgt, wie der Geschäftsführer berichtet. „Wir arbeiten seit vielen Jahren in dem von uns mitgegründeten Netzwerk HeilberufePlus interdisziplinär mit vielen Beratern aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Recht, Steuern oder Versicherungen zusammen. Bereits zu Beginn des Lockdowns haben wir innerhalb kürzester Zeit einen Blog erstellt, in dem viele Partner für Ärzte, aber auch für Unternehmer wichtige Infos zusammengetragen haben.“ Gerade zu Anfang seien die Informationen viel aktueller als beispielsweise die vieler Kreditinstitute gewesen. „Diese haben auf unseren Blog anfänglich verwiesen. Über dieses Netzwerk hatten wir zudem Zugriff auf einige tausend Schutzmasken, die wir an Arztpraxen und Unternehmen weiterreichen konnten“, berichtet Jochen Hollemann.

In den Juni starte er jetzt wieder „mit Vollgas und voller Besetzung. Auch wenn es jetzt wieder anläuft, bleibe ich weiter vorsichtig und warte ab, wie sich die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen entwickelt.“ Der Kontakt zu den Kunden, die sich von Eckernförde bis Straubing befinden, laufe aktuell und bis auf Weiteres nur online oder am Telefon. „Das war natürlich vorher meist auch schon so. Aber gerade die Erstkontakte mit persönlichem Kennenlernen sind durch Onlinetermine nicht zu ersetzen. Auch das Team hält derzeit über Telefon und Onlinetermine den Kundenkontakt. „Ich habe erstmals sogar das Bewerbungsverfahren im Rahmen einer Ausbildungsstelle komplett digital bis zur Anstellung über Skype geführt“, erzählt Jochen Hollemann. „Da nicht nur ich alleine, sondern das ganze Team entscheidet, hatten wir am Ende eine große Videokonferenz mit allen. Auch wenn Covid-19 uns räumlich auseinandergebracht hat, sind wir alle menschlich näher zusammengerückt.“ Das zeige sich auch in der Rentabilität der Arbeitsstunden des Teams, die sich in den vergangenen Wochen deutlich gesteigert habe. „Jeder nimmt hier Rücksicht und gibt Vollgas. Ich bin wirklich sehr stolz auf mein Team.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7421341?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker