Freilichtbühne erneuert Bestuhlung und erhält Bühnengerüst
Neuer Komfort fürs Publikum

Coesfeld. Gute Nachrichten hat die Freilichtbühne Coesfeld erhalten. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt den Verein mit 15 000 Euro. Das Geld ist für die Erneuerung des Bühnengerüstes und des Bühnenbildes sowie für die Bestuhlung im Zuschauerraum gedacht. „Wir freuen uns sehr über den Zuschuss“, sagt die Vorsitzende Christina Dartmann.

Montag, 25.05.2020, 06:02 Uhr
Freilichtbühne erneuert Bestuhlung und erhält Bühnengerüst: Neuer Komfort fürs Publikum
Foto: az

Das lasse die Freilichtbühne wieder mit Zuversicht nach vorne blicken, nachdem der Theatersommer 2020 wegen der Corona-Krise ins Wasser gefallen sei. Jetzt könne man sich darauf konzentrieren, die Baumaßnahmen an der Bühne in Flamschen zu planen und zu verwirklichen. Die Kosten für ein neues Bühnengerüst würden sich auf rund 12 000 Euro belaufen.

Die neue Installation würde es möglich machen, dass man Wände und Fassaden schnell einhängen und auch wieder wechseln könne. Auf diese Weise könne auch schon mal zügig ein Balkon für eine Szene geschaffen werden.

Das sei für die Bühnenbauer eine enorme Zeit- und Arbeitsersparnis, wenn das Bühnenbild nach der Nachmittagsvorstellung des Familienstücks für die Aufführung am Abend verändert werden müsse. Die neue Bestuhlung würde etwa 150 000 Euro kosten.

„Wir wollen unseren Zuschauern in Zukunft mehr Komfort bieten“, sagt Christina Dartmann mit Blick auf die in die Jahre gekommenen Sitzschalen aus Plastik. Obwohl der Zuschauerraum überdacht sei, hätten die Stühle unter den Witterungseinflüssen gelitten. Sie seien zum Teil wackelig und brüchig. Auch vor diesem Hintergrund sei es wichtig, die Bestuhlung auszuwechseln. „Denn wir wollen die Gefahr von Unfällen bannen.“

Ein Kostenvoranschlag für die Bestuhlung liege bereits vor. Die Bühne bevorzuge Stühle mit höherer Rückenlehne als zuvor. „Den Kopf wird man allerdings nicht auflegen können. Wir sind ja nicht im Kino“, lacht Christina Dartmann.

Ob die bisherige Anzahl von 740 Plätzen beibehalten werden könne, sei noch nicht klar. Genügend Platz für Fluchtwege müsse dringend eingehalten werden. Auf keinen Fall würden wie in früheren Jahren einzelne Stühle hinzugestellt. „Das ist mit den strikten Vorgaben und Sicherheitsvorkehrungen unvereinbar“, erläutert die Vorsitzende der Freilichtbühne.

Ob die Unterkonstruktion für die Bestuhlung eventuell in Eigenarbeit geleistet werden könne, müsse noch geklärt werden. Auf diese Weise könnten sicherlich Kosten gespart werden, sagt Christina Dartmann. Ebenso könne sie sich vorstellen, dass die Bürger und besonders Freunde und Gönner der Bühne Patenschaften für die Stühle übernehmen können. „Ähnlich wie das bei Sitzbänken in Stadtparks oder an Wanderwegen der Fall ist“, fügt die Bühnenchefin hinzu. Eine Plakette mit dem Namen des Stifters könnte am jeweiligen Stuhl angebracht werden.

Christina Dartmann hofft, dass das Publikum vielleicht schon im Theatersommer 2021, spätestens aber 2022, auf den neuen Stühlen Platz nehmen kann.

Im Rahmen der Spitzenförderung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe könne die Freilichtbühne Coesfeld im kommenden Jahr einen weiteren Zuschuss von 15 000 Euro und in 2022 nochmal von 20 000 Euro erwarten.

Im Theatersommer 2021 dürfen sich die Zuschauer auf das Abendstück „Big Fish“ und das Familienstück „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ freuen. Schweren Herzens habe der Vorstand im März entschieden, die Spielsaison 2020 abzusagen. Nach Rücksprache mit den künstlerischen Teams beider Produktionen sei es nicht zu verantworten gewesen, Zuschauer und Mitglieder einem Infektionsrisiko auszusetzen.

Auch jetzt sei nicht absehbar, wie sich die Lage entwickele, sagt Christina Dartmann mit Blick auf die Musical-Gala und den Ballett-Nachmittag, der Mitte Juni geplant war. Wenn alles gut laufe, könnte die Ballettschule im Juli wieder ihren Betrieb aufnehmen. Doch dann sei man bereits deutlich im Zeitverzug. Außerdem müsse man bedenken, dass das Publikum angesichts der Pandemie verhalten reagieren könne.

„Wir wollen schließlich, dass unsere Zuschauer alle Aufführungen unbeschwert genießen.“ Das gelte auch für die Musical-Gala. Im Januar 2021 werde mit der Probenarbeit für die Produktionen begonnen, die ursprünglich in diesem Jahr zur Aufführung kommen sollten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7422257?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker