Lückenlose Registrierung auf Platz am Theater nicht zu gewährleisten
Geduldsprobe für Wohnmobilisten

Coesfeld. Das Hinweisschild haben sie ernst genommen. Doch von einem Besuch in Coesfeld will sich das ältere Paar aus dem Vogtlandkreis dann doch nicht abhalten lassen. Also das Wohnmobil vor dem noch gesperrten Stellplatz an der Osterwicker Straße geparkt, die Fahrräder runtergenommen und aufgesattelt. So dürfte es auch in den kommenden Tagen noch Campern ergehen, denn der Wohnmobilstellplatz muss bis auf Weiteres noch geschlossen bleiben.

Freitag, 29.05.2020, 06:32 Uhr
Lückenlose Registrierung auf Platz am Theater nicht zu gewährleisten: Geduldsprobe für Wohnmobilisten
Immerhin die Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten können Wohnmobilisten – so wie hier Gerhard Stolzewski aus Siegen – nutzen. Foto: az

Hinweisschilder für die Wiederöffnung hatte die Stadt schon vorbereitet und auch der Plan, wie die Anzahl der zwölf vorhandenen Wohnmobilstellplätze reduziert werden kann, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu gewährleisten, liegt schon in der Schublade. Mit den Lockerungen hätte der Stellplatz eigentlich öffnen können.

„Knackpunkt ist aber, dass nach den aktuellen Vorschriften auch beim Betreiben des Wohnmobilstellplatzes die Kontaktdaten aller Nutzer nachgehalten werden müssen, und zwar lückenlos“, erklärt Andrea Zirkel. „Das Team vom Stadtmarketing hatte sich überlegt, wie das gehandhabt werden könnte und verschiedene Lösungen erwogen“, führt die Pressesprecherin der Stadt Coesfeld weiter aus. Doch ob Postkasten, telefonische Meldung oder per E-Mail – „eine lückenlose Dokumentation wäre dadurch aber nicht gewährleistet und so bleibt der Wohnmobilstellplatz vorerst weiter geschlossen“, bedauert Zirkel.

Der angrenzende öffentliche Parkplatz steht weiter zur Verfügung und Wohnmobilisten können dort einen Zwischenstopp einlegen und sich ohne große Umstände mit Wasser und Strom versorgen oder den Abwassertank leeren.

Das weiß auch Gerhard Stolzewski zu schätzen, der mit seiner Frau Bettina in seinem Pössl-Wohnmobil gerade auf der Durchreise nach Münster ist.

„Man kann hier zumindest die Entsorgung nutzen, die reinen Stellplätze in Münster bieten das alles nicht an“, sagt der Siegener, der zuletzt in Raesfeld Station gemacht hat. Für ihn und seine Frau sei das Reisen im Wohnmobil ideal in Corona-Zeiten. „Man ist für sich und man ist autark – vor allem mit der kleinen Solaranlage auf dem Dach“, schmunzelt der Wohnmobilist.

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