Stadt erhöht den Betriebskostenzuschuss um 22 000 Euro
Finanzspritze für die Bürgerhalle

coesfeld. Das hat noch nichts mit Corona zu tun: Die Bürgerhalle kommt mit dem Betriebskostenzuschuss der Stadt nicht mehr aus. Grund dafür sind Anforderungen an den Brandschutz, die zu erfüllen sind, und die Notwendigkeit, einen Hausmeister anzustellen. Bisher lief alles ehrenamtlich, aber das ist auch aufgrund gestiegener Anforderungen im Sicherheitsmanagement nicht mehr möglich. Deshalb hat die Bürgerhalle Coesfeld GmbH, hinter der die Karnevalsgesellschaft Die-La-Hei steht, beantragt, dass die Stadt jährlich 22 000 Euro mehr beisteuern soll – insgesamt dann rund 66 500 Euro. Im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates stieß das auf Wohlwollen: „Das ist immer noch sehr viel günstiger, als wenn wir es selber täten“, spielte Ralf Nielsen (SPD) auf die Geschichte der Halle an, die ursprünglich städtisch war und von wechselnden Pächtern – bis 2008 viele Jahre defizitär – betrieben wurde. Die Verwaltung will die zusätzliche Summe für das laufende Jahr durch Umschichtungen im Haushalt finanzieren. Zur Deckung soll ein erwarteter Überschuss bei den Bewirtschaftungskosten anderer städtischer Gebäude verwendet werden.

Donnerstag, 04.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 10:58 Uhr
Stadt erhöht den Betriebskostenzuschuss um 22 000 Euro: Finanzspritze für die Bürgerhalle
Nicht wegzudenken: Der Kinderkarneval der Die-La-Hei in der Bürgerhalle. Mit einer Erhöhung des Betriebskostenzuschusses der Stadt kann es weitergehen. Foto: Marlies Prost/Archiv

„Ein Verzicht auf die Halle: Das können und wollen wir uns in Coesfeld nicht leisten“, stellte Nielsen klar. „Die Fakten sind so. Deshalb können wir zustimmen“, meinte auch Erich Prinz (Bündnis 90/Die Grünen). Mit der weiteren Zukunft der Halle und den Corona-Folgen müsse sich dann der neue Stadtrat befassen.

Sympathien für das Betreiberkonzept brachte auch die CDU zum Ausdruck: „Vorher hat die Halle mehr gekostet und es war weniger los. Jetzt kostet sie weniger und es ist mehr los“, machte Thomas Bücking eine Effizienz-Rechnung auf.

Auch Dieter Goerke (Aktiv für Coesfeld/Familie) stimmte in den Tenor ein: „Die Bürgerhalle bringt ein Stück Lebensqualität nach Coesfeld“, hob er hervor. Für die Kultur sei sie unverzichtbar. „Und darum haben wir keine andere Wahl, als dem Antrag zuzustimmen.“

Die Abstimmung fiel dann auch einstimmig aus.

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