Coesfeld
Der „Westfälische Hof“ ist Geschichte

Viele Jahrzehnte war der „Westfälische Hof“ an der Süringstraße ein gut geführter Gasthof mit Hotelbetrieb und Kegelbahnen. Ein Stadtlohner Geschäftsmann erwarb die Immobilie 1993, die dann noch von verschiedenen Pächtern weitergeführt wurde. 2007 richtete ein Großbrand im mittleren Geschoss erheblichen Schaden an. Die Feuerwehr rettete damals zehn Personen aus den Flammen. Nach der Renovierung vermietete der Stadtlohner das Gebäude komplett an eine Leiharbeitsfirma. 2013 kündigte er den Vertrag und wollte das mittlerweile ziemlich heruntergekommene Gebäude verkaufen. Sogar zwei Rocker-Clubs sollen sich dafür interessiert haben, was für ziemliche Aufregung in der Stadt sorgte. Der Zuschlag ging 2014 letztlich aber an die Münsterländische Bauen und Wohnen GmbH, die gegenüber die Berkelresidenz errichtete und sich unliebsame Nachbarschaft vom Hals halten wollte. Es gab viele Diskussionen um die künftige Nutzung des Areals inklusive Hageböck. Ein Parkhaus war im Gespräch. Und dann ein Projekt mit Wohnungen und Geschäften, das Lindencarée. Das erhielt letztlich 2015 den Vorzug. Doch fünf Jahre gingen ins Land, bis der Schandfleck nun tatsächlich einem Neubau weicht. Mit der SZ-Bau aus Borken stieg ein neuer Investor ein. Vorige Woche fielen die letzten Mauern des „Westfälischen Hofs“. Die Bagger nagen nun noch weiter an den Resten des ehemaligen Möbelhauses. In wenigen Wochen wird auch der „Weiße Riese“ Geschichte sein. Fotos: Detlef Scherle

Montag, 08.06.2020, 16:30 Uhr
Coesfeld: Der „Westfälische Hof“ ist Geschichte
Foto: az
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