Bürgermeister in internationalen Kontakten in der Corona-Zeit
Zeichen der Verbundenheit

COESFELD. Bürgermeister Heinz Öhmann ist auch in Corona-Zeiten in Kontakt mit Vertretern der Coesfelder Partnerstädte und mit dem britischen Generalkonsul Rafe Courage: „Der Kontakt zum Generalkonsul des Vereinigten Königsreiches in NRW war im letzten Jahr entstanden, als Coesfelder Vereine, Verbände und Unternehmen anlässlich der Europawahl einen Aufruf unterzeichnet haben, um ein Zeichen zu setzen: Für ein geeintes Europa und gegen den damals bevorstehenden Brexit“, erinnert sich Heinz Öhmann in einer Pressemitteilung der Stadt.

Montag, 08.06.2020, 18:16 Uhr
Bürgermeister in internationalen Kontakten in der Corona-Zeit: Zeichen der Verbundenheit
Das niederländische Reichsinstitut für Volksgesundheit und Umwelt hat seinen Sitz in Coesfelds Partnerstadt De Bilt. Foto: Stadt/rivm.nl

Mit dieser Resolution war er gemeinsam mit dem Coesfelder Unternehmer Helmut Schumacher und Schulleiter Christian Krahl nach Düsseldorf gereist und hatte den Aufruf im Konsulat des Vereinigten Königreiches übergeben. „Generalkonsul Courage rief mich letzte Tage an und erkundigte sich nach der Infektionslage und den besonderen Schutzmaßnahmen in Coesfeld, die zu einer Eingrenzung des Virus auf Mitarbeiter des Schlachtbetriebes geführt haben“, sagt Öhmann: „Bei der Gelegenheit hat er auch sein Angebot erneuert, mit Unternehmern in Coesfeld in Kontakt zu treten und über die aktuellen Entwicklungen in Großbritannien und Optionen weiterhin gemeinsamen Handelns zu berichten.“

Nachrichten gab es auch aus Plerguer, der französischen Partnerstadt von Lette: Christian Reiling, Vorsitzender des Letter Partnerschaftskomitees, teilte mit, dass die Infektionslage in der Bretagne vergleichbar ist mit der im Münsterland. Anders als hier mussten die Bewohner aber eine wochenlange Ausgangssperre hinnehmen. Niemand durfte ohne Passierschein die Wohnung verlassen und nur ausgewählte Berufe durften arbeiten. „Nous sommes en guerre – wir sind im Krieg“, hatte Staatspräsident Emmanuel Macron Anfang März deutliche Worte gefunden. Seit dem 11. Mai finden auch in Frankreich schrittweise Lockerungen statt.

In Coesfelds niederländischer Partnerstadt De Bilt hatte der Freiheitstag am 5. Mai Rahmen für zahlreiche Feiern sein sollen, unter anderem mit einem großen gemeinsamen Partnerschaftsfest, das am 9. Mai im Coesfelder Schlosspark stattfinden sollte und nun verschoben worden ist.

Wie die Corona-Situation in den Niederlanden ist, das wird in De Bilt besonders beobachtet und analysiert: Das in De Bilt ansässige 1909 gegründete „Reichsinstitut für Volksgesundheit und Umwelt“ ist vergleichbar mit dem deutschen Robert-Koch-Institut und gibt täglich aktuelle Meldungen zum landesweiten Infektionsgeschehen heraus. Bürgermeister Öhmann stellt fest: „Die niederländischen Statistiken nehmen, anders als die deutschen Diagramme, nicht die Gesamtzahlen in den Blick. Sie zielen auf die täglichen Entwicklungen ab und zeigen die Neuinfektionen, die Zahl der Covid-19-Patienten, die in Krankenhäusern aufgenommen wurden und die Zahl der Verstorbenen, aufgeteilt nach Männern und Frauen und nach der Altersstruktur, jeweils bezogen auf das ganze Land.“

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